Kein Grand Prix am Sonntag: Darum findet das Formel-1-Rennen in Baku am Samstag statt | Tiroler Tageszeitung Online

Kein Grand Prix am Sonntag: Darum findet das Formel-1-Rennen in Baku am Samstag statt | Tiroler Tageszeitung Online

Formel-1-Rennen finden an einem Sonntag statt. Für gewöhnlich ist das auch so. Doch der anstehende Große Preis von Aserbaidschan in Baku wird in diesem Jahr schon am Samstag (13.00 Uhr) ausgetragen. Der Grund: Die Veranstalter des 2016 in den Kalender aufgenommenen Events wollen eine Terminkollision mit einem nationalen Gedenktag an diesem Sonntag vermeiden.

Daher wurde der gesamte Rennplan einfach um einen Tag vorverlegt. So finden die ersten beiden Trainings bereits am heutigen Donnerstag statt, die Qualifikation wird am Freitag ausgetragen. Am Samstag will WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli dem Titel ein weiteres Stück näher kommen.

Rennen an einem Samstag gab es schon zuvor. So kämpfen an einem Samstag die Formel-1-Fahrer seit 2023 in Las Vegas regelmäßig um Punkte. Und auch in Bahrain und Saudi-Arabien wurde zum Saisonstart 2024 bereits wegen des Ramadan-Beginns an einem Samstag gefahren.

George Russell hat zum Auftakt des Rennwochenendes in Aserbaidschan Druck auf WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli gemacht. Der englische Mercedes-Pilot schloss den ersten Trainingstag für den Grand Prix von Baku am Donnerstag mit der Bestzeit von 1:43,347 Minuten ab. Sein Teamkollege Antonelli landete 0,552 Sekunden dahinter auf Rang zwei, nachdem es für ihn in der ersten Einheit noch einen gewaltigen Schreckmoment gegeben hatte.

Ein aus dem Heck qualmender Mercedes war da das prägende Bild, der 20-jährige Italiener musste sein Auto wegen Hydraulikproblemen im häufig unterbrochenen ersten Training auf dem engen Straßenkurs vorzeitig abstellen. Für Rang fünf hatte es da aber trotzdem noch gereicht. Der in der WM-Gesamtwertung 81 Punkte zurückliegende Russell hatte auch schon am Vormittag mit 1:45,387 Minuten die schnellste Runde gedreht.

Red-Bull-Pilot Max Verstappen mischte als Zweiter sowie Dritter (+0,827 Sekunden) jeweils ganz vorne mit. Sein Teamkollege Isack Hadjar kam bei seinem Comeback nach Bremsproblemen nur auf die Plätze 20 und neun. Wegen einer Handverletzung hatte er zuletzt drei Rennen pausieren müssen.

Das Auftakttraining auf dem anspruchsvollen Kurs hatte immer wieder unterbrochen werden müssen, weil Fahrer mit ihren Boliden liegen geblieben waren. So fingen die Bremsen an der Hinterachse von Williams-Pilot Carlos Sainz Feuer, Nico Hülkenberg haderte in seinem Audi mit dem Getriebe. Auch in der Folge wurden die Fahrer eingebremst. So touchierte zum Beispiel Racing-Bulls-Fahrer Arvid Lindblad die Streckenbegrenzung, Oliver Bearman im Haas musste wegen eines technischen Problems die Einheit vorzeitig beenden.

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