Vor genau 100 Jahren wurde der Grundstein der heutigen Sportmittelschule Wörgl gelegt. Bei einem Festakt am Freitag wurde mit WegbegleiterInnen und Gästen gefeiert – ein humoriger Blick in die erste Schulordnung inklusive.
Wörgl – Mit einem Festakt hat die Sportmittelschule Wörgl am Freitag ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Genauer gesagt des Standorts, denn zur Sportmittelschule wird die bisherige „Mittelschule 1 Wörgl“ erst jetzt ganz offiziell.
Dafür wurde bei der Feier auch das neu entworfene Logo enthüllt. Die SchülerInnen und LehrerInnen trugen es übrigens schon stolz auf ihren T-Shirts, die anlässlich der Feierlichkeiten für die ganze Schulgemeinschaft gestaltet wurden.
Mit zahlreichen sportlichen, musikalischen und auch historischen Beiträgen der SchülerInnen war es ein unterhaltsamer Vormittag, den sich neben den stolzen Eltern auch Bildungslandesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) und Bürgermeister Michael Riedhart (ÖVP), der einst selbst im Haus die Schulbank drückte, nicht entgehen ließen.
Grund zum Feiern gab es auch neben dem 100. Geburtstag genug: Die Volleyballerinnen haben im Mai die Schülerinnenliga der Unterstufe gewonnen und damit den ersten Tiroler Bundesmeistertitel seit 20 Jahren geholt.
Für Unterhaltung sorgte nicht zuletzt Direktor Gottfried Schneider, der aus der Schulordnung von 1927 zitierte:
„ Die Schuljugend ist verpflichtet, reinlich gekleidet in der Schule zu erscheinen. Die Schuhe sollen stets geputzt sein, zerrissene Kleider müssen möglichst bald geflickt werden. Mit dem Schlagen der Glocke hat sofort in allen Klassen jegliches Geschwätz zu verstummen. Die Schulzimmer und Aborte sind peinlichst sauber zu halten. Im Winter hat die Beheizung der Öfen zeitgerecht zu erfolgen, sodass mit Unterrichtsbeginn in allen Klassen eine Mindesttemperatur von 12 Grad Celsius gibt. “
Spätestens an dieser Stelle ging Raunen und Gelächter durch den gut gefüllten Turnsaal. „Die Welt hat sich seit 1927 zum Glück verändert – heute gilt das Verbot für Geschwätz und fröhliches Beisammensein natürlich nicht, ich wünsche allen ein wunderbares, feierliches Jubiläum und einen tollen Tag, vielen Dank“, beschloss Direktor Schneider seine Rede.