"Eine verrückte Gruppe": Auf Deutschland wartet bei der WM eine verzwickte Aufgabe | SPOX

"Eine verrückte Gruppe": Auf Deutschland wartet bei der WM eine verzwickte Aufgabe | SPOX

Den deutschen Basketballerinnen fiel nach dem wichtigen Sieg gegen Japan ein Stein vom Herzen. Doch jetzt wartet der vertrackte Gruppen-Showdown gegen Mali.

Den ersten WM-Sieg seit 28 Jahren feierten Ur-Berlinerin Nyara Sabally und Co. im typischen Hauptstadt-Style – mit Döner. Die leckere Belohnung hatten sich die deutschen Basketballerinnen nach dem so wichtigen Erfolg gegen Japan auch redlich verdient, die Finalrunde ist beim Gruppen-Showdown gegen Mali zum Greifen nah. Da konnte auch ein Feueralarm im Teamhotel die Stimmung nur bedingt trüben.

In der Nacht zum Sonntag wurden Sabally, Leonie Fiebich und all die anderen um 2.09 Uhr unsanft aus ihren Betten gezwungen, eine halbe Stunde standen sämtliche Gäste vor dem Hotel unweit des Berliner Doms. Nach der nächtlichen Störung galt am Morgen des spielfreien Tages jedoch sofort: voller Fokus auf Mali. "Wir müssen gewinnen. Da gibt es nicht viel zu rechnen", sagte Bundestrainer Olaf Lange.

Am Montag geht es vor 12.500 Zuschauern in der Uber Arena zum Abschluss der Vorrunde gegen die Westafrikanerinnen um alles oder nichts, parallel spielt Japan gegen Spanien. "Wir müssen der Aggressor sein, von Anfang an", sagte Frieda Bühner bei MagentaTV . Denn vom Gruppensieg und dem direkten Einzug ins Viertelfinale bis zum Ausscheiden ist noch alles möglich, alle vier Teams in der Gruppe A haben je einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto.

Der völlig verpatzte Turnier-Auftakt gegen den spanischen Vize-Europameister vom Freitag (53:83) ist derweil abgehakt. Das 74:58 (34:29) gegen die Japanerinnen rund 24 Stunden später und die mit 19 Punkten überragende Bühner machten den Fans Mut für die Medaillenmission und verliehen auch der Mannschaft Selbstvertrauen. "Ich bin persönlich sehr erleichtert", sagte Lange, seine Kapitänin Marie Gülich befand: "Das war ein wichtiger Sieg für uns. Nicht nur als Sieg, sondern auch für unser Gefühl."

Gegen Mali, den vermeintlichen Underdog, wartet nun eine verzwickte Aufgabe. Völlig überraschend bezwang die Mannschaft um WNBA-Profi Sika Kone am Samstag die Spanierinnen in beeindruckender Manier mit 82:73 . "Das ist eine verrückte Gruppe", so Lange bei ProSieben MAXX . Deutschland ist also gewarnt. Gülich bezeichnete die Herausforderung als "sehr tough." Mali werde, so die 32-Jährige, "einfach sehr physisch, sehr athletisch" auftreten. Dort gilt es dagegenzuhalten.

Helfen soll dabei ein ganz besonderes Lied mit Symbolcharakter: "Durch den Monsun" von Tokio Hotel. Von Kabinen-DJ Gülich initiiert, avancierte der mittlerweile 21 Jahre alte Mega-Hit der Band zum Teamsong, der beim Warmmachen vor der Partie gespielt wird. Und irgendwie steht er sinnbildlich für die Situation der deutschen Mannschaft, die mit vielen Widerständen klarkommen musste. Erst Verletzungspech, dann die Auftakt-Klatsche, nun der Feueralarm. "Immer durch den Monsun", sagte Gülich: "Immer weiter, immer weiter."

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