Ungefähr jede 6. Person soll von Aviophobie (Flugangst) oder Aerodromophobie (Angst vor Flugreisen) betroffen sein. Jede 10. Person fliegt aufgrund dieser Angst sogar nie.
Wenn Sie gerne reisen, schränkt Sie Ihre Flugangst bei der Wahl möglicher Reiseziele stark ein. Denn selbst wenn Sie theoretisch überall auch mit dem Schiff und/oder auf dem Landweg hinreisen können: Die Zeit, die Sie für so eine alternative Anreise brauchen, können viele nichtaufbringen.
Menschen, die an Flugangst leiden,wissen meist, dass dieses Gefühl keine faktische Grundlage hat, weil das Flugzeug bekanntermassen immer noch das sicherste und schnellste Verkehrsmittel ist. Statistisch gesehen besteht eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 30 Millionen, Opfer eines Flugzeugabsturzes zu werden (die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Autounfalls zu werden, steht dagegen bei 1 zu 15 Tausend). Trotzdem leiden Flugangst-Betroffenen teilweise so stark unter der emotionalen Belastung, dass sie das Fliegen völlig vermeiden.
Aber was ist mit Turbulenzen? Sie brauchen keine Angst vor ihnen zu haben. Turbulenzen sind einfach turbulente Luftströmungen, vergleichbar mit einer holprigen Autofahrt. Flugzeuge sind so konstruiert, dass sie selbst den stärksten Turbulenzen standhalten. Sie können viel höhere Belastungen aushalten, als sie tatsächlich sind. Die Flugzeuge werden zudem regelmässig und gründlich gewartet.
Auch die Mitarbeiter der Fluggesellschaften erfüllen hohe Sicherheitsstandards. Die Piloten durchlaufen eine umfassende Ausbildung und sind in der Lage, die unterschiedlichsten Flugsituationen souverän zu meistern. Auch die gesamte Besatzung ist gut ausgebildet und wird sorgfältig ausgewählt. Hinzu kommen die verschiedenen Sicherheitsmassnahmen am Flughafen und für jeden einzelnen Reisenden.
Vor dem Flug empfinden Reisende mit Flugangst vor allem ein Gefühl von Stress. Sie fühlen sich unwohl, wenn sie an die bevorstehende Reise denken. Dieses Gefühl verstärkt sich, je näher der Abflugtermin rückt.
Beim Einsteigen ins Flugzeug oder während des Fluges können folgende Symptome auftreten: Stress, Schwitzen, Zittern, Übelkeit, Schwindel, Herzklopfen, Hyperventilation, Weinen usw. Im schlimmsten Fall können Betroffene eine Panikattacke erleiden.
Zu den häufigsten Ursachen gehören :
Wie Flugzeuge gebaut werden und wie sie funktionieren. Erfahren Sie, was es mit der Flugsicherheit oder auch der Pilotenausbildung auf sich hat, um das Fliegen als Art der Fortbewegung besser zu verstehen. Sehen Sie sich Dokumentarfilme zu diesen Themen an.
Es gibt spezielle Kurse gegen Flugangst, die Sie dabei professionell unterstützen. In diesen Kursen arbeiten Sie mit Experten und anderen Betroffenen zusammen, um Ihre Ängste zu mindern. Sie erhalten dort zum Beispiel Informationen über Flugtechnik, Sicherheitsprotokolle und Bewältigungsstrategien. Der Austausch mit anderen Menschen ist für Betroffene ermutigend und bietet Ihnen ein Netzwerk zur Unterstützung.
Entspannungsübungen finden Sie in Büchern zur Persönlichkeitsentwicklung oder in Büchern über kognitive Verhaltenstherapien.