Schwerer Unfall in der Formel 1: Rennen in Monza nach Crash von Charles Leclerc unterbrochen | SPOX

Schwerer Unfall in der Formel 1: Rennen in Monza nach Crash von Charles Leclerc unterbrochen | SPOX

Beim Großen Preis von Italien in der Formel 1 kam es am Sonntag zu einer langen Unterbrechung. Grund dafür war ein schwerer Unfall von Ferrari-Pilot Charles Leclerc.

Der Monegasse befand sich zum Zeitpunkt des Crashs in einem Zweikampf mit Oscar Piastri im McLaren. Ohne ersichtlichen Grund und Gegnerberührung zackte der Ferrari in der ultra-schnellen Parabolica nach außen und rauschte durch das Kiesbett in die Reifenstapel. Dort gab es einen heftigen Einschlag.

Sky -Experte Ralf Schumacher mutmaßte zunächst, dass womöglich ein technisches Problem zu Leclercs Abflug geführt haben könnte. Auch ist möglich, dass Piastri, der in der Rechtskurve innen war, Leclercs rechten Hinterreifen mit seinem Frontflügel unfreiwillig aufschlitzte. Die TV-Bilder lieferten allerdings keine eindeutige Aufklärung.

Leclerc konnte selbstständig aus dem zerstörten Ferrari aussteigen, musste sich anschließend aber erstmal hinsetzen, ehe er zu weiteren Untersuchungen vom Medical Car abgeholt wurde. Er war von Platz drei ins Rennen gegangen und hatte sich direkt nach dem Start ein kleines Scharmützel mit seinem Teamkollegen Lewis Hamilton geliefert, in dessen Folge der Engländer ins Kiesbett gedrückt wurde und mehrere Plätze einbüßte.

Weil Leclercs schwerer Unfall erhebliche Arbeiten an den Reifenstapeln erforderte, entschieden die Stewards nach einer kurzen Safety-Car-Phase, das Rennen mit der Roten Flagge zu unterbrechen. Nach gut 30-minütiger Unterbrechung gab die Rennleitung bekannt, dass der Re-Start um 15:39 erfolgen sollte. Wegen eines Problems bei Yuki Tsunoda (Racing Bulls), der sich falsch eingeordnet hatte, musste dieser Start abgebrochen werden und die Piloten eine zusätzliche Einführungsrunde absolvieren.

Nach dem Restart entwickelte sich die Schlussphase zu einer Mercedes-Machtdemonstration. Kimi Antonelli setzte George Russell mit frischeren Reifen unter Druck, verbremste sich bei einem Angriff jedoch und landete kurz im Kiesbett. Davon ließ er sich nicht stoppen: Wenige Runden vor Schluss ging er an seinem Teamkollegen vorbei, baute so seine Führung in der WM aus - der Vorsprung auf Russell beträgt nun 66 Punkte - und feierte als erster Italiener seit 60 Jahren einen Monza-Sieg.

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