Sorgt Ferran Torres, Spaniens Siegtorschütze im WM-Finale, diesen Sommer für einen enorm brisanten Wechsel?
Einem Bericht von L'Equipe zufolge beschäftigt sich ausgerechnet Real Madrid mit einer möglichen Verpflichtung von Torres. Ausgerechnet, weil die Königlichen bekanntlich der Erzrivale des FC Barcelona sind, dem aktuellen Klub des spanischen Nationalspielers.
Real beobachtet Torres' Situation demnach ganz genau, dessen Vertrag bei Barca 2027 ausläuft. Von konkreten Bemühungen der Madrilenen um den frischgebackenen Weltmeister ist allerdings noch nicht die Rede.
Ohnehin hätte Real in einem potenziellen Poker um Torres hochkarätige Konkurrenz. Denn auch Paris Saint-Germain soll ein Auge auf den Offensivspieler geworfen haben, berichtet unter anderem L'Equipe . Und dann wäre da ja auch noch Barca, das Torres möglicherweise längerfristig halten will.
Laut der spanischen Zeitung Mundo Deportivo plant Barcelona für kommende Woche Gespräche mit Torres über eine mögliche Verlängerung. Dabei soll geklärt werden, wie der 26-Jährige seine kurzfristige Zukunft plant. Interessant: Mundo Deportivo zufolge müsste Barca weitere acht Millionen Euro an Manchester City bezahlen, sollte Torres ein neues Arbeitspapier unterschreiben. Von den Engländern hatte der spanische Meister den Angreifer 2022 für 55 Millionen Euro Sockelablöse ins Camp Nou geholt.
Torres ist bei Barca zwar nicht immer unangefochten gesetzt, nahm vergangene Saison unter Trainer Hansi Flick aber eine sehr wichtige Rolle ein. Dabei kam er vorwiegend als Mittelstürmer zum Einsatz, er kann aber auch beide Flügelpositionen bekleiden. Pikant: Dort haben die Katalanen diesen Sommer mit Anthony Gordon (von Newcastle United) schon einen kostspieligen Neuzugang präsentiert, Karim Adeyemi (Borussia Dortmund) kommt demnächst hinzu .
Möglich also, dass Torres seine Zukunft überdenkt. Und auch, dass Barca in Erwägung zieht, den spanischen WM-Helden ein Jahr vor Vertragsende zu verkaufen, um nicht zu riskieren, ihn 2027 ablösefrei abgeben zu müssen.
Sollte es zwischen Torres und Real tatsächlich ernst werden, wäre das natürlich höchst brisant. Schließlich sind Wechsel zwischen diesen beiden erbitterten Rivalen für gewöhnlich tabu und daher äußerst selten. Der Letzte, der es sich traute, Barcelona in Richtung Bernabeu zu verlassen, war Javier Saviola im Sommer 2007. Vor knapp 20 Jahren wechselte der ehemalige argentinische Nationalstürmer ablösefrei von Barca zu Real.
Der bis dato vorletzte Transfer von den Blaugrana zu den Königlichen war jener von Luis Figo im Jahr 2000. Der Portugiese konnte sich in Barcelona danach nicht mehr blicken lassen, bei einer Rückkehr ins Camp Nou mit Real im November 2002 warfen Barca-Fans einen Schweinekopf auf den Platz, als Figo gerade eine Ecke ausführen wollte .