Es gibt wohl einen Favoriten: Wer tritt das Erbe von Lionel Messi an? | SPOX

Es gibt wohl einen Favoriten: Wer tritt das Erbe von Lionel Messi an?  | SPOX

Nach dessen Rücktritt stellte sich zuletzt die Frage, wer das Kapitänsamt und die 10 von Lionel Messi bei der argentinischen Nationalmannschaft übernimmt. Während die Kapitänsfrage inzwischen geklärt ist, kristallisiert sich auch ein Favorit auf das Rückennummer-Erbe heraus.

Am kommenden Mittwoch bestreitet Argentinien die erste Partie der post-Messi-Ära, wenn sich der Weltmeister von 2022 in einem Testspiel mit Bolivien misst. Die Kapitänsbinde wird dabei nicht etwa ein anderer Offensivspieler tragen.

Schon in den vergangenen Wochen hatten mehrere Medien übereinstimmend berichtet, dass nach dem Abschied des achtfachen Weltfußballers von Inter Mailand und dem Rücktritt von Routinier Nicolas Otamendi (38, River Plate) Cristian Romero als wahrscheinlichste Option auf den Posten gilt. Der Innenverteidiger, der nach der WM von Tottenham Hotspur zu Atletico Madrid wechselte, war bei der Weltmeisterschaft bereits dritter Kapitän. Auf einer Pressekonferenz am Freitag bestätigte Trainer Lionel Scaloni dann, dass seine Wahl auf "Cuti" gefallen ist. Außenseiterchancen waren indes Torhüter Emiliano Martinez angerechnet worden. Auch wurde über eine Beförderung von Lautaro Martinez spekuliert. Der Stürmer trägt die Binde schließlich auch bei seinem Klub Inter Mailand.

Offen ist derweil noch, wer die Rückennummer von Messi übernimmt. Es zeichnet sich jedoch ebenfalls eine klare Tendenz ab. Wie vor wenigen Wochen bereits ESPN berichtete und nun auch The Athletic erfahren haben will, wird Nico Paz von Como 1907 die Ehre zuteil. Obwohl der Mittelfeldspieler in der jüngeren Vergangenheit nur sporadisch für die Albiceleste zum Einsatz gekommen war und sich mit zwei Auftritten bei der WM abfinden musste, wird dem 22-Jährigen eine große Zukunft prophezeit.

Nach seinem Wechsel von Real Madrid im Sommer 2024 hat sich Paz am Comer See prächtig entwickelt und eine herausragende Saison in der Serie A mit 13 Toren und 7 Vorlagen hinter sich. In der laufenden Spielzeit stehen nach sechs Partien bereits vier Scorerpunkte zu Buche, darunter zwei Vorlagen in der Champions League. Für Argentinien steuerte er in elf Einsätzen je ein Tor und Assist bei.

Der Wunschvorstellung einiger Fans, die 10 nicht mehr zu vergeben, darf Argentinien indes nicht nachkommen. Die FIFA-Regularien erlauben schlichtweg nicht, eine Zahl zwischen 1 und 23 bzw. 26 außen vor zu lassen. Zuletzt wurde deshalb auch über einen Wechselmodell mit verschiedenen Trägern nachgedacht. Als weitere Kandidaten werden Alexis Mac Allister (27), der die 10 auch beim FC Liverpool trägt, und Enzo Fernandez (25, Manchester City) gehandelt.

Ganz beendet ist die Nationalmannschafts-Karriere von Messi übrigens noch nicht. Am 6. Oktober wird der Volksheld in Buenos Aires sein offizielles Abschiedsspiel bekommen, wenn es zu einem Testspiel gegen Benin kommt . In der argentinischen Hauptstadt soll La Pulga "den Abschied bekommen, den er wirklich verdient, hier in Argentinien", ließ Verbandsboss Claudio Tapia in einem Video auf X verlauten.

Übrigens: In Brasilen stellte sich bis zuletzt ebenfalls die Frage, wer künftig das Trikot mit der Nummer 10 tragen und damit die Nachfolge des nach der WM zurückgetretenen Neymar antreten wird.

Die Entscheidung ist aber schon gefallen: Raphinha vom FC Barcelona wird in die Fußstapfen von Pele, Zico, Ronaldinho und Kaka treten.

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