Manchester City hat den 2028 auslaufenden Vertrag von Innenverteidiger Josko Gvardiol vorzeitig um drei weitere Jahre verlängert.
Wie der englische Spitzenklub am Dienstagmittag bekanntgab, ist Gvardiols neues Arbeitspapier bis 2031 datiert. Damit hat City einen Leistungsträger, der in den vergangenen Monaten mit anderen großen Vereinen in Verbindung gebracht worden war, langfristig an sich gebunden.
"Sobald ich davon erfuhr, dass City meinen Vertrag verlängern will, hatte ich gleich das Gefühl, dass es das ist, was ich will", betonte Gvardiol nun zu seiner Unterschrift. Man habe "eine Weltklassemannschaft, die jung ist und voller Potenzial. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in den nächsten Jahren sehr erfolgreich sein werden", blickte der 24-Jährige sehr optimistisch in die Zukunft.
Dem Vernehmen nach soll City Gvardiol die Vertragsverlängerung mit einer üppigen Gehaltserhöhung schmackhaft gemacht haben. Angeblich gab es in der Personalie sehr namhafte Konkurrenz, im Mai hatten Spekulationen über ein Interesse des FC Bayern München zwischenzeitlich Fahrt aufgenommen . Im Juni berichtete Sky dann jedoch, dass sich der FCB aus dem Poker um Gvardiol zurückgezogen habe , für den mal sehr tief hätte in die Tasche greifen müssen.
Schließlich legte City selbst 2023 satte 90 Millionen Euro Ablöse auf den Tisch, um Gvardiol von RB Leipzig nach England zu holen. Das hohe Preisschild des Kroaten schreckte letztlich wohl auch Real Madrid ab, das Gvardiol wohl ebenfalls im Auge hatte . Jose Mourinho, der neue Trainer der Königlichen, soll ein großer Fan des Linksfußes sein, der neben dem Abwehrzentrum auch als Linksverteidiger eingesetzt werden kann. Anstelle von Gvardiol heuerte Ibrahima Konate ablösefrei in der spanischen Hauptstadt an.
Und auch bei Gvardiol herrscht nun Klarheit. Der kroatische Nationalspieler war in den vergangenen drei Jahren unter Ex-Trainer Pep Guardiola, der sich zum Ende der abgelaufenen Spielzeit verabschiedete, stets Stammkraft. In der zweiten Hälfte der vergangenen Saison fehlte Gvardiol allerdings monatelang wegen eines Schienbeinbruchs, den er sich im Januar zugezogen hatte .
Gegen Saisonende konnte er noch zwei Einsätze absolvieren. Um bei der WM wieder voll im Saft zu stehen, reichte es allerdings nicht mehr: In den beiden ersten Gruppenspielen gegen England (2:4) und Panama (1:0) noch in der Startelf, verzichtete Kroatiens mittlerweile zurückgetretener Ex-Nationaltrainer Zlatko Dalic in der entscheidenden Vorrundenpartie gegen Ghana (2:1) und auch beim bitteren Sechzehntelfinal-Aus gegen Portugal (1:2) beinahe komplett auf Gvardiol. "Auch ihm ist klar, dass er nicht so einfach und schnell wieder zu seiner Topform finden kann. [...] Wir werden ihn keinem großen Risiko aussetzen, wenn er nicht hundertprozentig fit ist", hatte Dalic vor dem Duell mit Portugal über den City-Star gesagt, der gegen Ghana und die Portugiesen jeweils nur für die Schlussminuten eingewechselt wurde.
Spätestens bis zum Start in die neue Premier-League-Saison am 23. August gegen Bournemouth will Gvardiol nun wieder voll auf der Höhe sein. Von der Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer, Guardiola-Nachfolger Enzo Maresca, verspricht sich der Abwehrspieler viel: "Ich denke, wir können gemeinsam Großes erreichen", betonte er.