Nach seinem Aus bei Manchester United steht Jadon Sancho weiter ohne Verein da. Wie die englische Zeitung Mirror berichtet, bereitet der Klub Arabian Falcons aus Dubai ein Angebot vor, um den Engländer zu verpflichten.
Der Wüsten-Klub wartet dabei mit prominenten Namen im Trainerstab auf. Der ehemalige Liverpool-Profi Jonjo Shelvey steht an der Seitenlinie, während Danny Simpson, Meisterspieler von Leicester City, als Spielertrainer fungiert. Nachdem das Transferfenster schloss, stand Sancho ohne neuen Arbeitgeber da. Sein Vertrag bei den Red Devils war Ende Juni ausgelaufen, ohne dass eine weitere Zusammenarbeit vereinbart wurde.
Eine feste Verpflichtung durch Aston Villa zerschlug sich ebenfalls. Die Villans hatten den Offensivmann zuvor ausgeliehen, nahmen jedoch Abstand davon, das Leihgeschäft in einen festen Kontrakt umzuwandeln. Damit befindet sich der einstige Hoffnungsträger in der Vereinslosigkeit - und das nur fünf Jahre, nachdem er für 85 Millionen Euro Ablöse von Borussia Dortmund nach Manchester gewechselt war.
Die Führungsetage der Arabian Falcons schickt sich nun an, Sancho und weitere prominente Akteure ohne Vertrag zu kontaktieren. Dem Bericht zufolge plant der Verein aus den Vereinigten Arabischen Emiraten eine ambitionierte Offerte.
Dass dieser Weg kein Einzelfall ist, zeigt ein Blick auf das aktuelle Aufgebot: Mit Ravel Morrison unterschrieb bereits im vergangen Sommer ein ehemaliges United-Talent im Nahen Osten. Der Mittelfeldspieler wurde dort kurz darauf zum Mannschaftskapitän ernannt.
In den vergangen Wochen war Sancho auch bei der AS Rom sowie der Fiorentina gehandelt worden. Beide Vereine aus der Serie A verzichteten jedoch auf eine Verpflichtung des Flügelstürmers. Zudem kursierten Gerüchte über einen möglichen Transfer nach Südamerika zum brasilianischen Traditionsklub Palmeiras.
Die Karriere des 23-fachen englischen Nationalspielers (drei Tore) verlief zuletzt extrem unruhig. In den vergangenen drei Spielzeiten lief er für vier verschiedene Klubs auf. Im Januar 2024 kehrte er per Leihe kurzzeitig zum BVB zurück und stand mit den Westfalen im Champions-League-Finale im Wembley-Stadion, das gegen Real Madrid mit 0:2 verloren ging.
Da sich der BVB gegen eine feste Rückholaktion entschied, schloss sich für Sancho eine Leihe zum FC Chelsea an. Dort gewann er zwar die Conference League, ein dauerhafter Wechsel an die Stamford Bridge kam jedoch nicht zustande.
Die Blues zahlten stattdessen eine Vertragsstrafe in Höhe von umgerechnet knapp sechs Millionen Euro an ManUnited, um sich von einer Kaufverpflichtung über etwa 29 Millionen Euro zu befreien. Es folgte der Wechsel auf Leihbasis zu Aston Villa. Unter Trainer Unai Emery schaffte Sancho nicht den Durchbruch und kam in 39 Pflichtspielen nur auf ein Tor und drei Vorlagen, wenngleich er die Saison mit der Europa-League-Sieg beendete.
Die Falcons hoffen nun, dass die Bedingungen in den VAE den Ausschlag geben könnten. Ein Leben in Dubai mit steuerfreien Einkünften sowie erstklassigen Trainingsbedingungen soll Argumente liefern. Die Stadt ist Sancho bereits bekannt, da er dort in der Vergangenheit Reha-Maßnahmen nach Verletzungen absolvierte.