Nicht Lamine Yamal, nicht Ferran Torres: Alex Baena gelingt bei Spaniens WM-Titel ein Novum | SPOX

Nicht Lamine Yamal, nicht Ferran Torres: Alex Baena gelingt bei Spaniens WM-Titel ein Novum | SPOX

Die Schlagzeilen bei Spaniens WM-Titel schrieben zwar andere - doch Alex Baena ist Derjenige im Kader der Furia Roja, dem etwas bisher Einmaliges gelang.

So ist Baena seit Sonntag der erste Fußballer der Geschichte, der direkt hintereinander Europameister, Olympiasieger und Weltmeister wurde. Ohnehin gibt es nur zwei andere Akteure, die bei ihrem Kontinentalturnier, Olympia und der WM den Titel holten: Lionel Messi und Angel Di Maria.

Den beiden Argentiniern gelang das aber eben nicht in direkter Folge wie bei Baena. Messi und Di Maria waren 2008 gemeinsam Olympiasieger geworden, gewannen 2021 und 2024 jeweils die Copa America sowie 2022 den WM-Titel.

Baena ist nun der Erste, der alle drei Trophäen in schnellstmöglicher Abfolge eingeheimst hat. Der Mittelfeldspieler, seit 2025 in Diensten von Atletico Madrid, hatte im September 2023 sein Länderspieldebüt gefeiert. Baena schaffte es ein Dreivierteljahr später in Spaniens Kader für die Europameisterschaft 2024, spielte auf dem Weg zum EM-Titel in Deutschland allerdings nur eine Nebenrolle. Auch mit zwei Kurzeinsätzen in der Gruppenphase gegen Italien und Albanien (jeweils 1:0) darf er sich aber natürlich Europameister nennen.

Kurz nach der EM nahm Baena, damals 23, auch am Olympischen Fußballturnier teil. Dabei zählte der Techniker zum Stammpersonal der spanischen Auswahl, in fünf Turniereinsätzen gelangen ihm zwei Tore und ein Assist. Jenen und einen seiner beiden Treffer brachte Baena im Finale gegen Gastgeber Frankreich auf den Spielberichtsbogen, das die Spanier nach Verlängerung mit 5:3 für sich entscheiden konnten .

Bei der WM nahm Baena nun trotz durchwachsener erster Saison bei Atletico eine wichtige Rolle in Spaniens Weltmeisterteam ein. Beim enttäuschenden 0:0 gegen Kap Verde zum Auftakt noch 90 Minuten lang auf der Bank, stand der 25-Jährige in den sieben weiteren Turnierspielen stets in der Startelf von Trainer Luis de la Fuente, war auf dem linken Flügel gesetzt. Im abschließenden Vorrundenspiel gegen Uruguay gelang Baena das 1:0-Siegtor, im Sechzehntelfinale gegen Österreich (3:0) bereitete er den wichtigen zweiten Treffer der Spanier durch Pedro Porro vor. Im Endspiel gegen Argentinien, das Ferran Torres mit seinem goldenen Tor in der 106. Minute entschied , wirkte Baena in den ersten 75 Minuten mit. Für die Schlussphase kam Nico Williams von Athletic Bilbao für ihn ins Spiel.

Seine geschichtsträchtige und einmalige Errungenschaft hätte sich Baena sicherlich nur allzu gerne mit Fermin Lopez geteilt. Der Mittelfeldspieler des FC Barcelona war ein ziemlich sicherer Kandidat für Spaniens WM-Kader, zog sich jedoch Mitte Mai beim 3:1 gegen Betis Sevilla einen Mittelfußbruch zu und verpasste die Weltmeisterschaft in Nordamerika daher .

Ansonsten hätte auch Lopez sehr wahrscheinlich das zuvor nie da gewesene Triple perfekt gemacht: Der 23-Jährige hatte kurz vor der EM 2024 im Nationalteam debütiert, kam auf dem Weg zum Europameistertitel dann zu einem Jokereinsatz im Gruppenspiel gegen Albanien (1:0). Kurz danach war Lopez gemeinsam mit Baena auch Olympiasieger geworden, war dabei sogar einer der entscheidenden Akteure: Sechs Tore gelangen ihm in sechs Turnierspielen, darunter ein Doppelpack im Finale gegen Frankreich (5:3 n.V.).

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