Der FC Barcelona greift kurz vor Transferschluss überraschend beim FC Arsenal zu: Gabriel Jesus steht nach Informationen von Fabrizio Romano und der Mundo Deportivo unmittelbar vor einem Wechsel zu den Katalanen.
Der obligatorische Medizincheck soll bereits am morgigen Montag absolviert werden. Laut Mundo Deportivo liegt dem 29-jährigen Brasilianer bei den Katalanen ein Zweijahresvertrag mit der Option auf ein weiteres Jahr vor. Nach Angaben von Transferjournalist Romano überweist der Klub eine Sockelablöse von rund zehn Millionen Euro plus erfolgsabhängige Boni an Arsenal.
Damit schließt die sportliche Führung der Blaugrana eine Vakuumstelle, die durch die Abgänge von Robert Lewandowski und Ferran Toress entstanden war. Der technisch versierte Rechtsfuß ergänzt den neu formierten Angriff der Katalanen. Die Offensive hatte sich in der laufenden Transferperiode nach den Abgängen von Lewandowski (Chicago Fire), Torres (PSG) und Marcus Rashford (Manchester United) mit den Verpflichtungen von Anthony Gordon und Karim Adeyemi bereits grundlegend verändert.
Jesus stößt nun entweder als Alternative oder sogar als Ergänzung zum eigentlichen Wunschkandidaten Julian Alvarez zum Kader. Der Verhandlungspoker um den 26-jährigen Argentinier gestaltet sich weiterhin zäh, da Atletico Madrid bislang keinerlei Bereitschaft zeigt, seinen besten Stürmer an den direkten Konkurrenten abzugeben.
Der Vorstoß der Spanier kommt zu einem für beide Parteien günstigen Zeitpunkt. Bei den Gunners verlor Jesus in den vergangenen Monaten zunehmend an Einfluss. Da sein Arbeitspapier in London im kommenden Jahr ausläuft, zeigte sich der Premier-League-Klub offen für ein Geschäft in der Schlussphase der Transferperiode, um eine ablösefreie Trennung zu verhindern.
Als größter Risikofaktor des Deals gilt die physische Verfassung des Angreifers. Den sonst meist sehr spielfreudigen Brasilianer warfen wiederholte Verletzungspausen in seinen vergangenen Spielzeiten bei Arsenal immer wieder zurück. In Barcelona soll der Routinier nun zu alter Stabilität zurückfinden und den Konkurrenzdruck in der Offensive auf Anhieb erhöhen.