Lothar Matthäus äußert brisante WM-These zu Said El Mala und Julian Nagelsmann | SPOX

Lothar Matthäus äußert brisante WM-These zu Said El Mala und Julian Nagelsmann | SPOX

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (65) rät Bundestrainer Jürgen Klopp (59), im DFB-Team künftig auf Said El Mala (20) vom 1. FC Köln zu setzen. Gleichzeitig betonte er, dass der junge Angreifer auch schon bei der verkorksten Weltmeisterschaft unter Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann (39) eine Rolle hätte spielen können.

Am Rande des Bundesligaspiels zwischen Köln und Werder Bremen am Samstagabend (1:1) sagte Matthäus bei Sky über El Mala: "Er ist auf jeden Fall ein Spieler für Jürgen Klopp. Er wäre auch ein Spieler für Julian Nagelsmann gewesen."

Nagelsmann nominierte El Mala im November 2025 nach dessen steilem Aufstieg beim Effzeh erstmals für die deutsche Nationalmannschaft. Sein Debüt für die A-Elf durfte der U21-Nationalspieler (sieben Einsätze, ein Tor) allerdings noch nicht feiern. Er fehlte auch im deutschen Kader für die WM-Endrunde, was seinerzeit durchaus überraschend kam. Auch, als sich mit Lennart Karl (18, FC Bayern) ein Offensivspieler im Vorfeld des Turniers schwer verletzt hatte, fiel El Mala bei Nagelsmann durchs Raster und der Leipziger Assan Ouedraogo (20) wurde nachnominiert .

Matthäus hat zu der Berücksichtigung eine eigene These und sieht jedenfalls keine sportlichen Gründe: "Vielleicht hat er ihn nicht mitgenommen, weil zu viel Trubel um ihn gewesen wäre. Aber genau das brauchen wir doch. Ein Spieler wie er mit dieser Geschwindigkeit setzt seine Stärken ein. Er hat Stärken, die man braucht, um ganz oben dabei zu sein."

Nach einem turbulenten Transfersommer inklusive einem angeblich abgelehnten Wechsels zum FC Brentford, Avancen des BVB sowie einer überraschenden Vertragsverlängerung in Köln legte El Mala einen guten Saisonstart hin und erzielte unter anderem am ersten Spieltag gegen Hoffenheim einem Treffer (2:1).

Gegen Stuttgart (1:4) fehlte er in der Vorwoche wegen einer Krankheit und beim Remis gegen Werder musste er angeschlagen zunächst auf der Bank Platz nehmen, ehe er für die Schlussviertelstunde eingewechselt wurde.

Kölns Trainer Rene Wagner (38) sagte zur DFB-Perspektive El Malas: "Er war ja schon dabei. Einen Austausch gab es noch nicht. Said will jetzt Leistung bringen, um sich anzubieten. Heute leider von der Bank, aber wir haben viel Hoffnung, dass er viel Energie gibt." FC-Torschütze Linton Maina (27) schwärmte, dass mit dem Angreifer immerhin "eine Granate noch von der Bank kommt".

Die Kölner belegen in der Tabelle nun mit vier Zählern den elften Platz. In der nächsten Woche wartet noch das Auswärtsspiel beim Hamburger SV, ehe es in die erste Länderspielpause der Saison geht. Ob El Mala bei der A-Nationalmannschaft dabei ist, wird sich am Donnerstag entscheiden. Dann nominiert Klopp seinen ersten Kader.

Laut Sky will Klopp dabei auf El Mala setzen. Der neue DFB-Coach sehe großes Potenzial in ihm und wolle dem Kölner von Beginn seiner Amtszeit an das Vertrauen schenken, hieß es beim Bezahlsender bereits vor einigen Wochen .

Klopp hatte schon bei seiner Antrittspressekonferenz Ende Juli die Tür für Neulinge weit aufgestoßen und zudem betont, dass Flügelspieler unter ihm eine entscheidende Rolle einnehmen sollen: "Weil jeder Gegner das Feld sehr eng machen kann. Der einzige Vorteil, den man hat, ist für einen kurzen Moment am Flügel. Die Spielmacher der heutigen Zeit sind am Flügel", so Klopp. Mit seiner Geschwindigkeit, Dribbelstärke und seinem schnörkellosen Zug zum Tor passt El Mala rein offensiv betrachtet bestens zum intensiven Klopp-Fußball, entscheidend wird es aber auch auf seine Arbeit im Gegenpressing ankommen.

Deutschland trifft in der Nations League zunächst in Amsterdam auf die Niederlande (24. September) . Drei Tage später folgt Klopps Heimpremiere in Augsburg gegen Griechenland (27. September), zudem trifft Deutschland noch in zwei weiteren Nations-League-Spielen auf Serbien (1. Oktober, München) und wiederum Griechenland (4. Oktober, Thessaloniki).

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