Bayern Münchens ehemaliger Nachwuchschef Hermann Gerland (72) hat von Supertalent Lennart Karl (18) geschwärmt. In dem Zuge erklärte er auch, wieso der FCB sich einst gegen die Verpflichtung des heutigen ManCity-Torjägers Erling Haaland (26) entschied.
Karl spielte in der Jugend unter anderem für Bayerns Bundesligarivale Eintracht Frankfurt, ehe er 2022 von Viktoria Aschaffenburg in die Jugendabteilung des FCB wechselte. In der Saison 2025/26 schaffte er den Sprung in den Profikader von Vincent Kompany und wurde deutscher Nationalspieler.
Eine Entwicklung, die für Gerland wenig überraschend kam. Er sagte der Abendzeitung : "Ich habe den Jungen zehnmal spielen sehen, und zehnmal war er der beste Spieler auf dem Platz. Wenn ich einen Spieler nur einmal sehe, muss ich abwarten und Tee trinken. Aber wenn ich einen jungen Spieler mit diesem Talent zehnmal beobachte, dann weiß ich, dass er etwas Besonderes werden wird. Es war dasselbe gute Gefühl, das ich schnell bei Erling Haaland hatte."
Dass Gerland den Norweger einst unbedingt nach München holen wollte, ist kein Geheimnis . Der Tiger schilderte: "Ich habe ihn damals bei der norwegischen U-Nationalmannschaft beobachtet, als sie gegen Deutschland spielte, und ich dachte mir: 'Was läuft hier? Wer ist dieser Typ?'"
Seine Empfehlung sei eindeutig ausgefallen: "Ich habe sofort beim FC Bayern angerufen und gesagt: 'Wir müssen ihn verpflichten.'" Haaland spielte damals noch bei Molde FK und besuchte den FCB-Campus wenige Tage später. Gerland erinnerte sich: "Die Ablösesumme wäre günstig gewesen, und er wollte zwischen 10.000 und 15.000 Euro brutto verdienen. Aber am Ende wollte der FC Bayern nicht zahlen."
Ausschlaggebend sei die Konkurrenzsituation im Angriff gewesen: "Manche sagten: 'Wir haben Thomas Müller und Robert Lewandowski vorne. Wo soll er spielen?'"
Statt zu den Bayern wechselte Haaland einige Jahre später zu Red Bull Salzburg. Es folgte ein Zwischenstopp beim BVB, ehe es 2022 für 60 Millionen Euro Ablöse zu City ging. Damals bemühten sich auch die Münchener um ihn, konnten aber finanziell nicht mit dem Angebot der Skyblues mithalten.