Robbie Avila wurde während der Summer League zu einem der ungewöhnlichsten Helden für die Fans der Los Angeles Lakers. Doch seiner NBA-Karriere droht nun noch vor dem richtigen Beginn bereits das vorläufige Ende.
Avila war beim Draft zwar nicht ausgewählt worden, doch durfte sich während der Summer League bei den Lakers mit einem Exhibit-10-Vertrag im Rahmen der Saisonvorbereitung beweisen. Dank seines Aussehens erhielt er etliche legendäre Spitznamen sowie absoluten Kultstatus . Gemeinsam mit Jon Elmore bildete er das wohl ungewöhnlichste Duo der Lakers-Geschichte .
Avila schaffte es jedoch kaum, auf Spielzeit zu kommen und konnte sich nicht durchsetzen. Nun will er es womöglich zunächst nicht weiter in der NBA versuchen, sondern noch einmal zurück ans College, wie Adam Zagoria am Wochenende berichtete.
"Er will abwarten, was seine Optionen sind", schrieb der Insider.
Die Option, noch ein weiteres Jahr am College an seinem Spiel zu feilen, kam erst kurz zuvor für Avila und etliche weitere Talente auf. Am vergangenen Freitag hat ein Bundesgericht in den USA entschieden, dass College-Spieler, die in diesem Frühjahr ihre vierte College-Saison gespielt hatten, auch für eine fünfte Spielzeit in der Saison 2026/2027 spielberechtigt sind.
Nachdem es zunächst schien, als könne er sich für ein Transferportal zwischen dem 3. und 10. August anmelden, stellte sich kurz darauf heraus, dass Avila im Falle einer Rückkehr nicht allzu viele Möglichkeiten bezüglich seines neuen Teams hätte. Wie die zuständige Richterin Charlotte Sweeney am Sonntag erklärte, soll ihre einstweilige Verfügung nicht die Transferregeln der NCAA außer Kraft setzen.
Heißt: Die Spieler, die für ein fünftes Jahr ans College zurückkehren, dürfen nicht wechseln und müssen für ihr ehemaliges Team auflaufen.
Im Fall von Avila würde das bedeuten, dass der Center erneut bei den Saint Louis Billikens unterkommen würde. Der 22-Jährige hatte seine College-Karriere 2022 bei Indiana State begonnen, bevor er sich 2024 Saint Louis anschloss.
Bei den Billikens bildete er mit Head Coach Josh Schertz, der ihn bereits in Indiana trainierte, ein Traumduo und gewann in den letzten Jahren 48 Spiele bei nur 20 Niederlagen. Gemeinsam brachen sie etliche Rekorde der Billikens.
"Es wird schwer werden, ihn in der nächsten Saison nicht an meiner Seite zu haben", trauerte Avila seinem Mentor nach seinem vermeintlich letzten College-Spiel nach. Jetzt könnte jedoch noch einmal alles anders kommen.