Angefangen hatte alles mit dem MP3-Format und länglichen Musik-“Sticks“ mit ein- oder zweizeiligem Monochromdisplay und einer Kapazität von meist weniger als einem Gigabyte. Heutzutage hört jeder zweite U-Bahn Fahrgast Musik über einen jener tragbaren Player, und mittlerweile es gibt Modelle in allen Formen und Größen: Ganz ohne Display im Mini-Format (Apple iPod Shuffle, Creative Zen Stone), als schlanken Touchscreen-Player (iPod Touch, Samsung YP-P2) oder als mobile Jukebox mit großer Festplatte (beispielsweise iPod Classic). Vor allem in Sachen Bedienung gibt es die unterschiedlichsten Konzepte. Klanglich konnte jedoch nie die Qualität eines guten CD-Players erreicht werden, wofür die MP3-Komprimierung verantwortlich zeichnet, die den mobilen Musikgenuss jedoch erst möglich machte. Durch die Kompression geht viel Qualität verloren. Bereits im Juli 2008 hatte einer der Marktführer im MP3-Player Segment, Creative Labs, den ZEN X-Fi vorgestellt, der mit der „Crystalizer“-Technik den Klang komprimierter MP3-Dateien in Echtzeit aufpolieren sollte. In eine ähnliche Richtung ging der koreanische Samsung-Konzern mit dem YP-Q1, der im Herbst letzten Jahres in die Läden kam.
Klangprozessoren scheinen im kommen zu sein - das bestätigte der Elektronikriese Philips mit der SA52-Serie ( wir berichteten ), die auf der IFA vorgestellt wurde. Das Highlight der Reihe: Die FullSound-Technologie. In den Playern wird ein digitaler Signalprozessor (kurz DSP) verwendet, der den Dynamikumfang der abgespielten Titel vergrößert und dabei Details, die bei der Kompression verloren gingen, wieder ans Licht bringen soll. Soweit die Theorie. Was der Prozessor in der Praxis zu leisten vermag, und ob die neuen Geräte in der iPod Nano Klasse aus dem Hause Philips auch insgesamt eine gute Figur machen, wollten wir mit unserem Test herausfinden und haben uns daher das Spitzenmodell der Serie, den GoGear Opus SA5295 mit 16 Gb Speicher, näher angesehen. Vorneweg geht ein großes Dankeschön an Philips Deutschland für die schnelle und problemlose Bereitstellung des Testmusters!
Die Packung enthält alles nötige
Unschön: Die Mini-USB-Buchse ist ungeschützt und somit anfällig
Edle Rückseite des Philips
"SuperScroll" ist eher werbewirksam als wirklich nützlich
Das Konzept der FullSound-Technik scheint gut zu funktionieren
Die mitgelieferten Kopfhörer können überzeugen
Die Bildwiedergabe ist eher eine obligatorische Funktion
Die Synchronisation per Windows Media Player funktioniert prinzipiell gut
Dreist: Die Software rät wegen eines fehlenden Codecs zum Kauf der Vollversion