Scythe Ninja Copper

Scythe Ninja Copper

Ob Scythe die stets steigenden Erwartungen auch mit diesem CPU-Kühler erfüllen kann, sowie eine Menge Leistungsdaten, Fakten und Bilder sind im folgenden Testbericht nachzulesen. An dieser Stelle geht ein Dank an Scythe für die problemlose Bereitstellung des Testmusters.

Lieferumfang Der Ninja Copper kommt in einer knapp berechneten Pappschachtel, welche einen zufriedenstellenden Schutz bietet und den CPU-Kühler samt Zubehör auf engstem Raum unterbringt. Im Lieferumfang sind neben dem Kupferkolos ein leiser 120x120x25 mm großer Axiallüfter mit passenden Halteklammern, sowie Montagematerial für alle aktuellen AMD- und Intel-Sockel enthalten. Die beigelegte Installationsanleitung ist mit klar verständlichen Anweisungen versehen und erleichtert dem Kunden nicht zuletzt durch eine ausführliche Bebilderung die Montage des CPU-Kühlers. Für einen guten Wärmeübergang zwischen CPU und Kühlkörper wird etwas Wärmeleitpaste mitgeliefert. Dabei setzt man bei Scythe erstmals auf eine Paste mit metallischen Inhaltsstoffen, welche einen geringeren thermischen Widerstand als Silicon-Wärmeleitpaste bieten soll.

Technische Daten (Herstellerangaben)

max. Umdrehungen pro min

max. Lautstärkeentwicklung

Die 23 großflächigen Kupferkühllamellen (Stärke: 0,3 mm) prägen das wuchtige Erscheinungsbild des neuen Scythe Ninja Copper. Zusammen bilden Sie den Kühlkörper, welcher die von den Heatpipes kommende Wärme aufnimmt. Durch die guten, thermischen Leiteigenschaften des Kupfers wird die Wärmeenergie gleichmäßiger und vor allen Dingen schneller auf den einzelnen Lamellen verteilt. In Folge dessen kann der CPU-Kühler die Wärmeverlustleistung wirkungsvoller an die Umgebungsluft abgeben. Die Anordnung der Kupferheatpipes übernimmt der Ninja Copper vom kleinen Ninja mini. Somit sind die 6 mm dicken Wärmeleiter besser in den Kühllamellen verteilt als beim „Alu-Vorgänger“ dem Ninja Rev.B.

Wie es in der Ninja-Reihe üblich ist, kommen auch bei dieser Version 6 Kupferpipes zum Einsatz. Für eine optimale Effizienz, arbeiten diese nach bekannter Weise im 2-Wege Einbau. Weniger effizient sind die Heatpipes im Boden verbaut. Wie bei allen anderen Ninja-Modellen besteht auch bei der „Copper-Variante“ das Problem, dass sich die Pipes kreuzen und somit nur 3 der 6 Wärmeleiter einen optimalen Kontakt zur Bodenplatte haben. Der Boden, welcher im Betrieb den Kontakt zur CPU gewährleistet, ist komplett vernickelt und bietet eine gute Oberflächenbeschaffenheit. Der neue Ninja Copper ist traditionell mit seinen großzügigen Lammellenabständen für einen geringen Volumenstrom ausgelegt.

Hier setzt der von Scythe mitgelieferte „Slip Stream“ Axiallüfter ein. Dieser hat bei einer Betriebsspannung von 12V eine kleine Motordrehzahl von lediglich 800 Umdrehungen pro Minute und ist damit schon vorab als sehr leise einzustufen. Der dabei produzierte Volumenstrom reicht vollkommen aus, um die erhitzte Luft zwischen den Kühllamellen rauszudrücken. Ein Passivbetrieb des CPU-Kühlers ist laut Hersteller ebenfalls möglich. Jedoch sollte dabei stets auf eine gute Lüftung des PC-Gehäuses geachtet werden. Denn ohne einen Volumenstrom kann selbst der größte Passivkühler die Wärmeverlustleistung einer CPU nicht ausreichend rasch abführen. Die Verarbeitung des gesamten CPU-Kühlers ist sehr ansehnlich und zeugt von einem soliden Fertigungsstandard, den sich Scythe in den letzten Jahren erarbeitet hat.

Temperaturentwicklung bei 120W WVL (in Grad Celsius)

Thermaltake Blue Orb 2

Zalman CNPS 9700 LED

Thermaltake Big Typ 120 VX

Zerotherm Nirvana NV120

Scythe Ninja Plus Rev.B

CoolerMaster Hyper 212

Revoltec Freeze Tower

Thermalright Ultima 90 l

Temperaturentwicklung bei 70W WVL (in Grad Celsius)

Thermalright Ultima 90l

Sockelkompatibilitätsliste

Getestet wurde auf einem CPU-Dummy, welcher der Bauform eines aktuellen AMD Athlon 64 entspricht. Die Wärmeverlustleistung lässt sich zwischen 0 und 120W beliebig frei wählen. Wir entschieden uns für eine Messung bei 120W und für eine Messung bei 70W. In den dargestellten Kurvendiagrammen wird das Temperaturverhalten der CPU in Abhängigkeit zur angelegten Lüfterbetriebsspannung dargestellt. Die Umgebungstemperatur betrug bei allen Messvorgängen 23°C +/- 0,5°C.

Schallpegel (in dBA)

Die A - bewertete Schallpegelmessung wurde in der Mitte eines geschlossenen Raumes in einer Höhe von 1m durchgeführt. Im Umkreis von 2m befanden sich keine Gegenstände, welche den Schall reflektieren könnten. Vor jedem Testvorgang wird das Schallpegelmessgerät neu kalibriert. Während der Messung befindet sich das Mikrofon des Messgerätes ca. 150 mm vom CPU-Kühler (wie auf der Grafik zu sehen) entfernt. Da bei einer Unterschreitung des Messbereiches die Wahrscheinlichkeit von falschen Ergebnissen sehr hoch ist, werden diese nicht mit angegeben. Bei einem solchen Ergebnis kann der Leser allerdings mit einem fast nicht mehr zu hörenden CPU-Kühler rechnen.

Lüfterdrehzahl (in upm)

Leistungsaufnahme (in W)

Die Lüfterdrehzahlmessung wird mit Hilfe eines Laser-Tachometers durchgeführt. Hierbei wird die Rotordrehzahl des jeweiligen Lüfters über eine Laserabtastung ermittelt. Die Ergebnisse sind sehr präzise - wurden jedoch auf 10 upm genau gerundet, da alle Lüfter kleine Schwankungen bei der Umdrehungsfrequenz vorzuweisen haben. Die Lüfteranlaufspannung und die Leistungsaufnahme wurden mit einem Multimeter und einem Labornetzgerät getestet. Beim Test der Anlaufspannung wurde der Lüfter an eine kleine Spannungsquelle angelegt, welche stufenweise in 100mV großen Schritten erhöht wurde. Die Ausgangsspannung des Netzgerätes wird sobald ein deutliches Drehen des Lüfters erkennbar ist notiert. Bei der Leistungsmessung wird der Messwert erst nach ca. 5min notiert, da er sich auf Grund von höheren Anlaufströmen einpendeln muss.

Wer einen absolut leisen CPU-Kühler sucht, ist mit dem Scythe Ninja Copper richtig beraten. Und dabei muss keines Wegs auf einen aktiven Betrieb verzichtet werden. Im Gegenteil, dieser ist mit dem im Lieferumfang enthaltenen „Silent-Lüter“ sogar empfehlenswerter, da der Lüfter unter normalen Umständen nicht mehr vom menschlichen Gehör wahrgenommen wird, dabei aber trotzdem für eine Leistungssteigerung des CPU-Kühlers sorgt und somit rein gar nichts gegen einen CPU-Schonbetrieb spricht. Des Weiteren kann der CPU-Kühler mit einer schönen Optik und einer guten Verarbeitung überzeugen. Die Kühlleistung ist auch für aktuelle High-End CPUs gegeben, solange man dem Kühlkörper einen kleinen Luftstrom spendiert. Das Montagesystem zeigt sich ausgereift und ist von der Handhabung her gesehen in Ordnung. Der Ninja Copper ist für einen Straßenpreis von derzeit 59,90€ erhältlich. (Stand: 05.02.2008)

Preisvergleich (Stand 05.02.2008)

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