LAYLA ROBINSON » Wohnzimmer

LAYLA ROBINSON » Wohnzimmer

Setz dir realistische Ziele. Nimm nur ein bestimmtes Budget mit. Lass dich von der Reizüberflutung nicht verwirren. So viele gut gemeinte Ratschläge in zahlreichen Zeitschriften springen einem ins Auge. Von Menschen, die diesen Ort besucht haben und selber nur Touristen sind. Anders sind diese Weisheiten nicht zu erklären – denn, wer wahrhaftig in Vegas wohnt, weiß, dass diese Stadt tatsächlich niemals schläft. Bis in die Nacht geöffnete Geschäfte sind die eine Seite, ein niemals zu enden scheinendes Nachtleben die andere. Ein Leben in Vegas ist nicht mit New York zu vergleichen. In der knapp 340 km² großen Stadt im Südwesten Nevadas buhlt jeder um Aufmerksamkeit und Individualität. Verrückte Geschäftsideen, kulinarische Restaurants, merkwürdige Gestalten zieren den Strip und die Fremont Street. Touristen füllen zu jeder Tageszeit die noch so kleinen Gassen aus. Doch wie bereits am Anfang erwähnt, ist es schwer, sich von den vielen bunten Lichtern nicht ablenken zu lassen. Auch in den Schaufenstern entlang der Fremont Street werben sie für Etablissements, wie zum Beispiel das Dollhouse . Aber hinter all dem Glanz und Schick, verbirgt wie jede andere Stadt auch Las Vegas ihre Schattenseiten. Aber erwartet man nicht genau das? Immerhin ist Las Vegas nicht umsonst bekannt als Stadt der Sünde .

Aber lasst uns nicht länger über die Schattenseiten sprechen und zu einem wesentlich friedlicheren Ort übergehen. Oder trügt hier etwa der Schein? Mit seinen gerade einmal 14.000 Einwohnern gehört Boulder City nicht gerade zu den größten Städten, besonders nicht, wenn man nur 30 km von Las Vegas entfernt ist. Dafür raubt dir die Stadt durch viele bunter Lichter oder zu viel nackte Haut nicht deinen Schlaf. Touristen könnten sich vielleicht nie vorstellen hier zu leben, denn was bietet dieser Ort schon? Genau genommen eine ganze Menge! Immerhin braucht es nicht viel, um glücklich zu sein. Schöne Landschaften und tolle Sehenswürdigkeiten wie der Grand Canyon oder der Hoover Dam ziehen viele Menschen in die Gegend und veranlassen auch viele dazu, sich hier niederzulassen. Und seien wir Mal ehrlich, ist es nicht die pure Entspannung im Vergleich zu Las Vegas? – Oder noch besser! Du verbringst tagsüber deine Zeit am Lake Mead und abends fährst du eben doch Mal für einen spontanen Trip nach Vegas. Was sind schon 30 Kilometer, um sich ordentlich abzuschießen? Aber pssst … oftmals trügt der Schein! Es ist nicht alles immer so friedlich, wie es scheint und viele nutzen die Stille und das unscheinbare Aussehen der Kleinstadt für ihre korrupten Machenschaften. Wer vermutet schon irgendwelche Drogenbosse in solch einer Gegend? Abwechselung ist garantiert, so viel sei gesagt – selbst in einer Kleinstadt wie Boulder City. Ein perfekter Ort für jeden heiligen oder jeden, der gerne diesen Eindruck erwecken möchte.

Genre: Real Life Spielort: Las Vegas & Boulder City Altersfreigabe: FSK 18 Spielprinzip: Ortstrennung

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Der Frühling naht und die ersten Sonnenstrahlen verirren sich nach Vegas. Kein Wunder, dass bei Temperaturen um die 24 Grad, die Leute nicht nur in den Casinos sitzen, sondern es sich auch am See in Boulder City gemütlich machen, um die Wärme zu genießen. Aber lass dich vom Wetter nicht täuschen! Bald kommt der April und bekanntlich weiß dieser nicht, was er will.

Tipp: Besucht doch mal den Cirque du Soleil im Mirage! Eine tolle Show für jung und alt, die begeistern lässt. Aber macht lieber schnell! Die Tickets sind schon fast ausverkauft.

<< REZEPTION/ AUFNAHME

---->>> Sunrise Hospital - Rezeption/Aufnahme Absolut nichts von dem, was an diesem Abend passierte war so geplant gewesen und das würde sie sicher auch noch erkennen, auch wenn es anders aussah. Er wurde unfreiwillig zu ihrem Helden, ob das ein gutes Zeichen war? Sein halbes Leben lang hatte er das Leben anderer Menschen geschützt ohne Rücksicht darauf seines selbst zu verlieren. Selbstlosigkeit und Aufopferung gehörte eben zu diesem Beruf und der Wille immer weiter zu machen, niemals auf zu geben, vor allem wenn man selbst wieder heil aus der Sache heraus kommen wollte. Er hatte einigen Kameraden das Leben gerettet, aber als Held sah er sich deshalb nie. Dies bezeugten nur die Orden, die er nach und nach in seinen Einsätzen gesammelt hatte. Sie hingen verglast an der Wand in seinem Zimmer und erinnerten ihn jeden Tag daran, dass er stolz auf sich sein konnte, auch wenn ihm eigentlich gerade nicht danach war. Seine Reaktion in der Bar war ein natürlicher Reflex gewesen. Dass er auf Layla ein Auge geworfen hatte, war längst kein Geheimnis mehr und dass er dann verteidigte und beschützte, was ihm wichtig war, war selbstverständlich. Zumindest für jemanden mit Ehre, wie ihn. Eine Prügelei wollte er dennoch nicht anfangen und war einfach erschrocken, als der Mann ihn anpackte. Inzwischen dachte er, dass er wirklich überreagiert hatte, aber sich darüber den Kopf zu zerbrechen half nun auch nicht mehr. Es kam, wie es kommen musste und so war es nun mal. Irgendwie war es ja auch witzig und er amüsierte sich selbst ziemlich darüber, dass Layla ihn damit aufzog, wie er aussah. Im Auto lehnte er sich zurück und drehte nur leicht den Kopf zu ihr. Die Gehirnerschütterung machte sich bemerkbar und dröhnte in seinem Kopf, als würde direkt vor einem Lautsprecher stehen, aus dem ein tiefer Bass wummerte. Nachdem sie meinte, dass sie es beide nicht verantworten könnten, dass Leo enttäuscht wäre, schmunzelte er und schloss dann schmerzlich die Augen. Er hörte den Motor starten und spürte, wie sie los fuhr. Selbst ihre Blicke auf ihm konnte er spüren und öffnete dabei immer wieder die Augen, um sie anzusehen und zu lächeln. Auch wenn es ihm gerade nicht sehr wohl zumute war, fühlte er sich so gut, wie schon lange nicht mehr. "Ja, der Schnee ist übel. Wer hätte gedacht, dass es einmal so hier schneit? Im Sunshine State." Schmunzelte er und warf während der Fahrt auch mal einen Blick zum Fester raus. Als sie dann auf dem Parkplatz vor dem Wohnkomplex angekommen waren, sah er das Gebäude empor. "Hier wohnst du also?" Fragte er, um bestätigt zu bekommen, dass sie nun doch zu ihr gefahren waren, was ihn unwahrscheinlich freute, aber zugleich auch peinlich berührte. Wer ging denn schon beim Kennenlernen gleich zum Anderen mit nach Hause? Doch die Umstände, dass sie sich ja eigentlich gar nicht so fremd waren und dass er in seinem Zustand wirklich ungern allein sein wollte, sollten das wieder wett machen. Langsam stieg er aus, denn das Dröhnen im Kopf wich einem Schwindelgefühl, als seine Füße den Boden berührten. Gemächlich folgte er ihr hinein und sie stiegen die Treppen empor. Er musste die Zähne zwar zusammenbeißen, aber er kannte das ja aus seiner Zeit als Seal. Da gab es kein Kneifen und war aufgab verlor. Umso erleichterter war er, als sie die Wohnungstür erreicht hatten und er eintreten konnte. Natürlich streifte er sich die Schuhe ab und mit einem "Ok" und einem lächelnden Nicken, hängte er seine Jacke zu den Anderen Kleidungsstücken, die an Laylas Garderobe hingen. Keine Männersachen, sie lebte allein. Erneut lächelte er und nickte ihr zu, als sie sich für einen Moment entschuldigte. Sie war hier Zuhause und konnte tun und lassen, was sie wollte, er würde sie sicher nicht daran hindern. Im Flur sah er sich noch um und entdeckte dort kaum Bilder, vor allem keine von David oder anderen Männern. Was war nur geschehen? Langsam trat er ins Wohnzimmer, sah in einer Ecke ein Klavier stehen, dass ihn schmunzeln ließ und es vielen ihm auch ein paar Familienfotos auf. Was ihm besonders ins Auge stach, war ein gerahmtes Ultraschallbild, auf dem schon deutlich ein Kind zu sehen war und eines daneben von einem offensichtlich schlafenden Säugling. Unweigerlich durchlief ihn ein Schauer und er bekam Gänsehaut. Warum konnte er nicht sagen, aber es war ein befremdliches Gefühl. Er suchte nach weiteren Bildern des Kindes, aber er konnte keine finden. Dass David keine Kinder zeugen konnte, wusste er. Sie hätten also nie gemeinsame Kinder haben können. Aber immerhin waren 17 Jahre vergangen, in denen war viel passiert und sie konnte ja auch noch andere Partner und Ehen gehabt haben. So ließ er sich auf einem der Sofas nieder, lockerte etwas den Gürtel an seiner Hose, der ihn schon einschnitt und öffnete einen Knopf an seinem Hemd, damit er besser Luft bekam. Unter dem Hemd trug er noch ein weißes T-Shirt, dass bei den Temperaturen, die sie derzeit hatten, unentbehrlich war. Den Kopf auf der Rücklehne des Sofas nach hinten gelegt, griff er sich an die Nasenwurzel und atmete tief durch. In den Spiegel zu sehen hatte er immer noch nicht gewagt, aber Layla hatte ihn den halben Abend schon so gesehen, also was sollte es schon ändern? Davon laufen würde er sicher nicht. Ehe er schon fast einnickte, kam Layla zurück und setzte sich ihm gegenüber auf das andere Sofa. "Eine Pepsi wäre super." Meinte er, während seine Augen in dem Licht noch mehr zur Geltung kamen und sie förmlich anhimmelten. "Das Kühlpack geht noch, danke." Lächelte er ihr zu. "Ist eins von diesen medizinischen Dingern, ich weiß nicht genau was da drin ist. Fühlt sich an wie Eis, ist aber was anderes. Das reagiert chemisch und macht dann kalt. Jedenfalls ist es noch ziemlich kalt." Was redest du denn da? Verlegen sah er sie an und bemerkte ihren Blick auf die Bilder und dass sie auf einmal etwas traurig wirkte. Sollte er sie darauf ansprechen? Was ging in ihrem Kopf vor? "Schön hast du es hier." Sagte er stattdessen. @Layla Robinson

Nachdenklich sah sie ihn an und legte sogar ihren Kopf auf den Knien ab. Das letzte mal, als sie zusammen alleine waren, hatten sie zu viel getrunken und waren dann, im Bett gelandet, was nicht, ohne Folgen gebeliben war. Es war seltsam, da probierten Paare Jahre lang, schwanger zu werden, bis es dann einmal klappte und bei anderen, reichte eine unbedachte Nacht und es klappte auf anhiebt. Ok, andere verschwiegen einem auch das sie wussten, dass sie nicht konnten. Tief atmete sie ein und aus bei dem Gedanken. Als Tom meinte, sie hätte es schön hier, hob sie ihren Kopf an und lächelte. „Es ist meinst.“ sprach sie und ließ den Blick druch den Raum wandern. „Ich muss auf niemanden Rücksicht neben.“ dannn lachte sie kurz auf, als ihr Blick auf das Klavier viel. „Vielleicht auf die nachbarn.“ fügte sie dann noch hinzu und schmunzelte. Es kam selten vor, dass sich jemand bei ihr beschwerte, dass sie zu laut spielte, wenn sie auf die Zeiten achteten, störte es niemanden. Doch manchmal, wenn ihr die Wände ihres Schlafzimmers in der Nacht zu nahe kamen und sie das Gefühl hatte, aus dem dunklen würde etwas sie anstarren und nach ihr greifen, setzte sie sich ans Klavier und begann, wahllos Noten zu spielen. Hörte wie die kleinen Hämmerchen auf die Seiten schlugen, bis der erste bei ihr klopfte oder klingelte und sie sich, bei ihm reumütig entschuldigte. Sie bekam mit, wie er auf ihre Frage antwortete, ob sie ihm etwas bringen könnte antwortete, doch irgendwie, machte sie keine Anstalten, sich zu erheben und in die Küche zu gehen. Viel eher, war sie gerade wieder von seinen Blauen Augen gefesselt. Da war es ihr auch egal, dass er ihr gerade erklärte, wie das Kühlpack aus dem Krankenhaus funktionierte. „Bloß deine blauen Augen machen mich so sentimental - so blaue Augen. Wenn du mich so anschaust wird mir alles andre egal - total egal. Deine blauen Augen sind phänomenal - kaum zu glauben. Was ich dann so fühle ist nicht mehr normal.“ begann sie mit gedämpfter Stimme zu singen und brauchte einen momnet, bis sie begriff, was sie da gerade von sich gegeben hatte. Einen momnet später und sie hätte ihn wohl gefragt, ob er glaubt, wenn er Kinder hätte, ob die wohl seine Augen erben würden, doch dazu kam sie nicht, zum Glück. Sie spürte wie sie rot würde und stand auf. „Pepsi war’s.“ meinte sie und verschwand in der Küche. „Stell dich nicht so an.“ meinte sie an der Spühle gelehnt und bespritzte sich das Gesicht mit kalten Wasser. „Du baut keine 16 mehr, also verhalte dich auch nicht so.“ aber warum fühlte sie sich gerade wieder wie eine? Die vor ihrem Schwarm stand und nicht wirklich wusste, was sie sagen sollte, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, der einzige Unterschied zu damals, sie hatte bereits seine Aufmerksamkeit. Wieder bespritzte Layla sich das Gesicht mit Wasser und trocknete sich dann, mit einem Geschirrhandtuch ab. Aus der Kühlschrank, holte sie zwei Dosen Pepsi und trat mit einem Glas zurück ins Wohnzimmer. „Ich weiß nicht, ob du es aus der Dose trinkst.“ erklärte sie und stellte die Dose wie das Glas vor ihm auf den kleinen Beistelltisch ab. Vermutlich war das Glas einfacher mit seiner Nase. „Wenn,“ begann sie und deutete auf das Kühlpack, ganz so, als wäre ihre Musiklaische Einlage nicht gewesen. „wenn es warm wird, sag Bescheid, ich hab noch welche im Gefrierschrank.“ Wenn es ihm schekhxter gehen würde, würde sie ihn nachhause fahren, sollten allerdings alle Stricke reißen und er sich für eine Fahrt nicht mehr in der Lage sehen, oder fühlen, hatte sie noch ein Gästezimmer, in dem er schlafen konnte. Egal, in welche Richtung es nun gehen würde, es war alles ok. „Wie fühlst du dich?“ wollte sie wissen und eigentlich, war es eine dumme Frage. Er musste schmerzen haben, mit einer Gehirnerschütterung wa nicht zuspaßen, und auch eine leichte, wäre sicherlich unangenehm. Velekicht, war es eine dumme Idee gewesen, ihn mit zu sich zu nehmen, erhörte ins Bett. Nur hatte sie, egoistischer weiße, nicht gewollt dass er bereits ging und wenn sie seine Äußerung richtig gedeutet hatte, hatte er auch noch nicht zurück gewollt. Geräuschvoll atmete sie ein und sah wieder zu dem Ultraschallbild. Im stillen versprach sie ihrem Sohn, Thomas die Wahrheit zu erzählen. Nur wie machte man so etwas am besten? Vorallem, nach all den Jahren? Und dann auch noch, so dass er nicht glaubte, sie würde ihm einen Bären aufbinden wollen. „Tom, ich muss dir etwas sagen.“ begann sie und sprach dann nicht weiter. Nein, so ging es nicht, wenn sie ihm das nun sagen würde, so schnell und nach dieser kurzen Zeit. Sie wollte ihn wieder sehen, Leo hatte da etwas ins Rollen gebracht wo sie nicht gewillt war, das es schnell wieder vorbei sein würde. Aber würde es nicht schlimmer werden, je länger sie darüber schwieg. Was war daran so schlimm? Sie konnte nichts mehr von ihm verlangen. Ihr Sohn war an einem besseren Ort. „Weißt du noch, die Party?“ begann sie es anders. „Wir hatten wirklich zu viel getrunken...aber ich glaube, ich hab mir damals eher Mut angetrunken, als den Abend ausgiebig zu feiern.“ es war die Nacht gewesen, die die beiden mit einander verband, auf eine Art und weiße, von der er nun, 17 Jahre später erst erfahren sollte. Überfiel sie ihn damit? @Thomas J. Westen

Während sie ihn so ansah, erwiderte er stumm ihren Blick. Es schien als würden sie eine halbe Ewigkeit so dasitzen, bis ihre Worte die Stille durchbrachen. Noch immer lag sein Blick gebannt auf ihrer gesamten Erscheinung. Er würde sie wohl den ganzen Abend nicht mehr aus den Augen lassen, zumindest so lange sie sich in seiner Nähe befinden würde. Auf ihre Aussage, sie müsse auf niemanden Rücksicht nehmen, verzog er schmunzelnd einen Mundwinkel und lächelte amüsiert. 'Auf niemanden, besonders keine Männer.' "Das ist gut, ein Zuhause in dem man sich wohlfühlt ist immer gut." Er hatte ein solches noch nicht für sich gefunden. Sicher war es bei seiner Schwester und bei seinen Freunden schön und er hatte dort alles, war nicht allein und aufgehoben, aber ein Zuhause in dem Sinne, was es zu einem Zuhause machte, hatte er noch nicht. Das hatte er sein vielen vielen Jahren nicht und wenn er sich in Laylas Räumen umsah, spürte er wieder, wie sich ein Zuhause anfühlte. Dieses Wohlbefinden, dass sie ausstrahlte, als sie sich geschützt in ihren eigenen vier Wänden, in ihrem 'Schloss', ihrer kleinen 'Festung', aufhielten. Sein Blick fiel ebenso auf das Kavier und er lachte kurz, dann sah er sie wieder an und meinte. "Ich denke nicht, dass sie sich so sehr gestört fühlen. Du bist gut darin und ich hätte gern eine solche Nachbarin. Lieber sowas, als einen Schlagzeuger, Techno oder Metalfan." Scherzte er und zwinkerte ihr verschmitzt zu. Sein Lächeln verstummte etwas, als sie zu singen begann. Er wusste, dass sie ihn damit meinte und sein Herz pochte wie wild von ihnen an seinen Brustkorb. Was sie damit bei ihm auslöste, konnte sie nicht annähernd an und als wäre nichts gewesen, stand sie auf und ging in die Küche, die Getränke holen. Mit halboffenem Mund folgte sein Kopf und sein Blick ihr und er schloss ihn, als sie fort war. Schluckte dann und fuhr sich mit den Händen durch die Haare. Was war das denn? Ihre Stimme hallte noch immer in seinem Kopf nach. Hatte sie ihm grade ein Ständchen zu seinen blauen Augen gehalten? In sein Gesicht kehrte ein Grinsen zurück, dass zur Sorte dämlich gehören durfte und definitiv ein Zeichen für den Anflug von Verliebtheit darstellte. Kurzerhand, legte er die Beine auf das Sofa, klemmte sich ein Kissen unter den Kopf und machte es sich gemütlich. Er fühlte sich ein wenig Zuhause. Während er lag, ruhte das Kühlpad auf seinem Gesicht und er schloss die Augen, bis er hörte, dass sie wieder den Raum betreten hatte. "Danke" meinte er und drehte seinen Kopf zu ihr, rutschte das Pad etwas runter, damit er sie besser sehen konnte. "Ein Glas ist sicher ganz nützlich." Ein Strohhalm hätte es wohl auch getan." Schmunzelte er und ließ sie dabei nicht aus den Augen. Ob sie sowas überhaupt Zuhause hatte? Gerade wollte er sie auf David ansprechen, da begann sie zu reden, dass sie ihm etwas sagen müsse. Er konnte nicht genau sagen warum, aber irgendwas lösten diese Worte bei ihm aus, dass ihm sagte, dass da etwas zwischen ihnen stand, von dem er noch nichts wusste. Irgendwie druckste sie schon den ganzen Abend damit herum und er dachte eigentlich es würde um David gehen, dass es ihr vielleicht peinlich war zu sagen, was mit ihnen beiden geschehen war. Schließlich wusste Tom von Freunden, dass die Beiden geheiratet haben. Dass Layla aber zu der Zeit schon schwanger war, dass wusste keiner. "Natürlich erinnere ich mich daran." Erwiderte er mit einer Selbstverständlichkeit, die deutlich in seinen Worten widerhallte. Ja, sie waren betrunken gewesen, aber nicht so, dass er alles davon vergessen hatte. Es fehlten ein paar Bruchstücke und ein paar davon waren wieder gekommen, als er sie auf der Bühne singen gehört hatte und während sie Zeit miteinander verbrachten. Erst waren die Bilder verschwommen, dann wurden sie deutlicher und je mehr davon zurück kam um so mehr verlangte es ihn danach sie anzusehen, zu berühren, sogar küssen zu wollen. Dabei ertappte er sich, wie er seine Zunge, über seine Lippen gleiten ließ und sein Blick sehnsuchtsvoll wurde. Ein Glück, dass sie etwas entfernt von einander saßen und er so die Distanz für sich nutzen konnte. "Mut? Wofür?" Fragte er mit ruhiger Stimme. Bei ihm war es Frust gewesen und die Tatsache es noch einmal krachen zu lassen, danach war es Spaß zusammen mit ihr zu trinken und ehe sie sich versahen, hingen ihre Lippen aneinander. Er hatte ihre Hand gepackt und sie mit sich gezogen, über eine Treppe hinauf ins obere Stockwerk, wo sie in eines der Gästezimmer verschwanden, die bei Partys dieser Art, oft für solche Art Techtemechtel von den Gastgebern bereit gestellt wurden. Dort war er förmlich über sie hergefallen und sie hatte sich nicht gewehrt. Sie machte mit, doch wusste er nicht, ob es am Alkohol lag oder sie wirklich Interesse an ihm hatte. Leider hatte er ihr auch nicht die Chance dazu gegeben, es ihm zu beweisen, wie ernst es ihr war. Am nächsten Morgen, schlich er sich mit Kopfschmerzen und einem schlechten Gewissen aus dem Bett, sammelte seine Sachen ein und von da an hatten sie sich nie wieder gesehen. "Tut mir leid, dass ich damals ohne ein Wort gegangen bin." Er hätte nicht die Kraft gehabt sich zu verabschieden. Nein, er hätte sich erst gar nicht verabschieden wollen. Sie war alles was er wollte und hätte er das bekommen, hätte er einen völlig anderen Weg eingeschlagen. "Es war so dumm von mir, ich schäme mich dafür." Gestand er ihr nun. "Das hattest du nicht verdient. Ich...ich hab dich immer sehr gemocht." Mögen war gar kein Ausdruck, aber er konnte ihr ja schlecht vors Gesicht knallen, dass er sie vergötterte, dass er sie sehnsüchtig, insgeheim geliebt und gelitten hatte. Die Einzige, der er sich überhaupt jemals damit anvertraut hatte, war seine Schwester. Die Trennung von Charlotte begründete er ihr anders. Er hatte Angst Charlotte würde zu ihr rennen und es würde vielleicht sogar zu Zickerei oder Schlimmeren kommen. Das wollte er vermeiden. Sicher war die Cheerleaderin nicht dumm, sie hatte längst bemerkt, wie Tom Layla ansah, aber so lange er ihr gehörte, akzeptierte sie das triumphierend und als es vorbei war, wusste sie, dass er zur Navy ging. Layla würde ihn nie bekommen. Wenn sie nur wüsste, dass sich die Beiden nun gerade gegenüber saßen und sich gegenseitig anschmachteten, als wären sie 17 Jahre in der Zeit zurück versetzt. "Was ist aus David geworden?" Fragte er dann letztendlich doch. @Layla Robinson

Sie schmunzelte, als sie ihn, Langstrecke auf ihrem Sofa erblickte. „Einen Strohhalm kannst du auch haben.“ erklärte sie und erhob sich wieder vom Sessel in dem sie sich es gerade wieder bequem gemacht hatte. Allerdings ging sie nicht in die Küche sondern zu einem Schrank im Wohnzimmer, in dem sie auch den Alkohol stehen hatte und einige knapperen wie Salzstangen. „Möchtest du?“ fragte sie und hob kurz die Tüte an. Sie selber aß sie nun, wenn sie Magen Darm hatte, ansonsten schmeckten sie ihr, erstaunlicherweise nicht, es gab aber genügend andere Menschen, die Salzstangen gerne aßen. Einen Strohhalm in der Hand und die Tüte einfach auf dem Tisch legen, trat sie zurück und setzte sich wieder auf den Sessel. „Ja...Mut.“ erklärte sie und klatschte in die Hände. „Da sitze ich, und Schwärme für einen Typen und dann, setzt der sich auch noch zu mir, auf eine Party auf der ich nicht sein wollte.“ meinte sie und sah ihn grinsend an. „Und dann, spricht Thomas Westen auch noch mit mir, der Typ den alle anderen Mädchen anhimmle...und ich bringe kein Ton hervor.“ den kopfschüttelnd lachte sie. „Also ja...ich habe mir Mut angetrunken.“ scheinbar etwas zu viel Mut, denn sie hatte gewusst wo hinaus es laufen würde, wenn sie mit ihm zusammen in eins der leeren Zimmer verschwand und so war es gewesen. Ihr Herz hatte ihr bis zum Hals geschlagen, natürlich, sie hatte oft Sex mit David gehabt, aber das war zum Ende hin, eher ermüdend geworden, für sie beide. Die Leidenschaft und die Liebe war vergange. Und dann war da Tom, ihr war es in dem Moment egal gewesen, dass dieses ganze Techtelmechtel vermutlich vom Alkohol herkam. Sie hatte es genossen, sie hatte sich begehrt gefühlt. Aber ja, es hatte ihr einen kleinen Dämpfer verpasst, als sie am nächsten Morgen erwachte und er war nicht mehr da. Es war der Alkohol. “Ich habe es genossen.” meinte sie, als Tom sich für sein Verhalten entschuldigte. “Du musst dich nicht dafür entschuldigen.” besonders es hatte ihr eine der schönsten Zeiten ihres Lebens geschenkt, auch wenn es mit viel Schmerz verbunden war. Sie hatte Kai gesagt, er würde entscheiden, wann er geht und wann nicht. Niemand würde dies für ihn entscheiden, niemand würde ihm die Möglichkeit nehmen, vielleicht doch einmal die Sonne zu nehmen. Nie würde sie dieses Gefühl missen wollen, nie. “Aus David?” wiederholte sie und ihr Blick, der wieder auf den Bildern geruht hatte, wanderte langsam zu ihm. “Wir haben geheiratet und uns wieder getrennt.” Die dunkelhaarige machte eine Pause und griff nach ihrer Dose, öffnete sie und trank einige Schluck. Ohne Aufforderung oder vergleichbaren, griff sie nach seiner öffnete sie ebenfalls und stecke den Strohhalm in die Öffnung. “getrennt...es ist dumm zu glauben, dass man wieder zusammen findet, wenn der Grund der ersten Trennung, allgegenwärtig ist und nie verschwinden wird.” Sie verschwieg, dass er der Grund dafür war und eben ihr Sohn. Als Layla erfuhr, dass sie schwanger war, war sie zu ihm gegangen und hatte ihm davon erzählt, einfach nur erzählt. Sie waren lange zusammen gewesen, David kannte sie, so wie kaum einer sie kannte. David hatte nichts dazu gesagt, dass sie schwanger war, er hatte sich so verhalten, als wäre es sein Kind und irgendwie, hatte Layla es nicht in Frage gestellt. Hatte sie sich, in einsamen Momenten der Schwangerschaft gewünscht, dass es Toms Kind war? Die Ironie war, es war Toms Kind das sie unter dem Herzen getragen hatte, dass aber nicht leben durfte. @Thomas J. Westen

Gerade wollte er sagen, sie solle sich keine Umstände machen, da war sie auch schon aufgestanden und hatte tatsächlich einen Strohhalm aus ihrem Schrank gezaubert. Kurz schloss er die Augen und sah dann wieder zu ihr. Er benahm sich nicht wie ein Gast und die ganze Situation war irgendwie seltsam ironisch und doch fühlte er sich auf eine gewisse Weise so wohl, wie schon lange nicht mehr. "Danke." Antwortete er nur, ob auf die Frage, ob er etwas von den Salzstangen mochte oder der Tatsache, dass sie ihn so bediente. Als sie begann zu erzählen, richtete er sich doch wieder auf. Denn er hielt es dann doch für unhöflich bei einem Gespräch wie diesem zu liegen. Ein bisschen brummte und stöhnte er dabei, legte dann das Kühlpad auf den Tisch und legte seine Hände auf seinen Oberschenkeln ab. Für einen Moment griff er sich in den Nacken, doch ehe sie etwas sagen konnte, hob er die Hand. "Schon gut, mir geht es gut." Lächelte er sanft und wollte sie auf keinem Fall unterbrechen. Sie sollte erzählen, was ihr auf dem Herzen lag und je mehr sie erzählte, umso mehr wollte er auch von ihr hören. Sein Gesichtsausdruck musste etwas fassungslos wirken, als sie deutlicher in ihren Erzählungen wurde. Er erinnerte sich wieder sehr gut daran, dass er sich zu ihr setzte, den Arm um sie legte und sie ganz verlegen war. Er hatte nie gewusst warum, dachte eher es war, weil sie kein Interesse an ihm hatte. Doch genau das Gegenteil war der Fall gewesen, wie sie es ihm nun gestand. "Du übertreibst." Warf er abwinkend ein, als sie meinte, dass alle Mädchen für ihn schwärmten. Ja, er war einer der begehrtesten Jungs der Schule, aber zu denen gehörte ihr David auch. Wow, das war eine Aussage, mit der er nicht gerechnet hatte. Sie hatte sich wegen ihm betrunken, wegen ihm? Um lockerer zu werden, mutiger. Dabei hätte sie nur ein Wort sagen müssen und er hätte sie wohl den Rest seines Lebens auf Händen getragen. War das nicht eine Ironie? Warum redeten Menschen oft so lange aneinander vorbei, waren einfach nicht ehrlich zueinander und verpassten so oft die Chance ihres Lebens. Nun saßen sie hier. Beide frei wie zwei Vögel im Wind, nichts hielt sie mehr von einander fern und es gab nichts, was auch in Zukunft ein Hindernis sein würde. Er hatte die Navy hinter sich gelassen und musste nie mehr dorthin zurück. Einzig seine Dämonen, die ihn verfolgten, aber mit denen er durchaus leben konnte. Sie beide hatten es genossen. Womöglich viel zu sehr, als sie es sich auch wirklich eingestehen wollten. "Ich auch." Gestand er fast tonlos und schluckte, bevor er ihr wieder in die Augen sehen konnte. "Doch, das muss ich und es war nicht ok." Er hatte sie nicht mehr gemeldet, nicht geschrieben, nicht mit ihr telefoniert. Nichts davon und sein Herz schmerzte, als man ihm erzählte, dass sie David geheiratet hatte. Er hätte der Mann sein sollen, mit dem sie vor dem Altar stand. Das wurde ihm gerade nur allzu bewusst, nachdem sie ihm ihr Herz geöffnet hatte und ihm so mitteilte, was sie für ihn gefühlt und empfunden hatte. "Ich war so blind und so dumm..." tadelte er sich selbst dafür. "...und verdammt egoistisch." Gestand er sich ein. Nachdem sie von David gesprochen hatte und ihm die Dose öffnete, nahm er diese dankend an und trank durch den Strohhalm daraus. "Wegen mir?" Diese Frage hatte er sich beim Stellen eigentlich selbst beantwortet und er senkte den Kopf. Während sie miteinander sprachen, war ihm aufgefallen, dass sie immerzu einen Blick zu den Bildern warf, die er zuvor angesehen hatte. Dass er es sich um ihr Kind handelte war ihm klar, aber irgendwie schien alles damit zu tun zu haben. David konnte keine Kinder bekommen, das wusste er, weil er Zeuge des Unfalls gewesen war, bei dem es passierte. Zudem hatte sich der Teamkollege sich ihm anvertraut, als er nicht weiter wusste. Es war ein harter Schlag für den noch jungen Mann und er hatte Angst Layla deshalb zu verlieren. Dass David vor ihr schwieg, fand Tom nicht gut. Aber er hätte es ihr nie verraten. Das musste der Highschoolabsolvent schon selbst tun. Jetzt, nachdem ihm Layla gestanden hatte, was sie für ihn empfunden hatte, merkte Tom, dass da noch einiges mehr im Argen lag, was diese Beziehung oder Ehe kaputt gemacht hatte. Er war weg, er hatte sie im Stich gelassen und doch war er all die Zeit präsent gewesen? Langsam drehte sich sein Kopf zu den Bildern. Wortlos stand er auf und stellte sich davor, um sie noch einmal, diesmal näher zu betrachten. Das schlafende Kind...keine Fotos sonst von einem Kind. Keine Familienbilder, keine Fotos von einem anderen Mann mit diesem Kind. Ohne zu fragen, nahm er es von der Wand, setzte sich auf die Armlehne des Sofas und starrte stumm auf das Bild. Er brauchte eine Weile um sich wieder zu fassen, um sich zu sammeln, all die Informationen. All die Gedanken, die nun in seinem Kopf rauschten, die Fragen brüllten und ihn förmlich wahnsinnig machten. Schmerzlich schloss er die Augen und holte tief Luft und wendete sich ihr zu. Er drehte ihr das Bild zu "Ist das unser...? Ich meine ist....war....das....meins?" Tom war nicht dumm, er konnte verstehen, warum es nur diese Bilder gab und warum sie dort so liebevoll drapiert hingen. Es waren Erinnerungen, schmerzliche Erinnerung, was auch erklärte, dass sie im Krankenhaus so seltsam war. Es war das Krankenhaus, in dem sie diese schmerzlichen Erinnerungen gesammelt hatte. Er hatte ihr vor 17 Jahren, in jener Nacht ein Kind gemacht, wovon er nicht annähernd etwas ahnte, doch dieses Kind wurde nicht alt. Es gab nur dieses eine Foto und die Ultraschallbilder. Verstohlen wischte er sich Tränen fort, die sich in seinen Augen füllten. Gerade konnte er nicht mehr sprechen. Er brauchte einen Moment, um sich wieder zu fassen. @Layla Robinson

“Nein, es war wirklich so.” meinte sie lachend. “Du glaubst gar nicht, was es für getuschel gab, als du dich von deiner.” sie machte eine weg werdende Handbewegung als ihr nicht der Name einfallen wollte. “auch egal, die Mädels haben geredet und sich Hoffnungen gemacht und dann, setzt du dich einfach so zu mir.” Oh wie nervös sie gewesen war. Ja, sie hatte hin und wieder mit ihm zu tun gehabt, man redete miteinander, man hatte den gleichen Freundeskreis, aber so? Nein, so nah waren sie sich nie gewesen. Als Tom ihr dann erzählte, er hätte die Nacht mit ihr ebenfalls genossen, begann sie leicht dümmlich zu grinsen. Es freute sie, es freute sie wirklich und das, sah man ihr an. “Ist Ok, ist es nun wirklich, Die Zeit ist vergangen.” Versuchte sie ihn zu beruhigen. “Du hast es ja nicht gewusst.” Wie auch, sie hatte sich ja nicht getraut etwas zu sagen. “Es hätte ja auch nur der Alkohol sein können.” meinte sie und daher, war es nun im Nachhinein, in ordnung. Was brachte es ihnen, sich nun darüber Gedanken zu machen, was wäre wenn? Nichts, außer Kopfschmerzen und schlechte Laune. “Und ich war so feige, Tom es bringt nichts sich jetzt Vorwürfe zu machen. Dir nichts und mir nichts, es hatte damals einfach nicht sein sollen.” damals, aber wie war es jetzt? War das hier, eine mögliche zweite Chance? es fühlte sich für sie so an, aber war sie da, gerade einfach Naiv, dies zu glauben und anzunehmen? Sachte nickte sie auf seine Frage. Ja, er war der erste Grund gewesen, warum sie sich getrennt hatten und im Grunde, auch beim zweiten Mal. Auch wenn es da mehr die Tatsache war, dass es doch sein Sohn war, den sie unter ihrem Herzen trug. “In gewisser Maßen.” Rang sich die dunkelhaarige dann doch durch zu sagen. Als Tom aufstand, atmete sie tief ein und starrte auf den Tisch vor sich, bis er mit dem Bild von ihrem Kai wieder zurück kam und setzte sich auf die Lehne. Langsam hob sie ihren Kopf als er zu reden begann. Vorsichtig streckte sie ihre Finger nachdem Bild aus und strich sanft über das Glas. “Kai.” sprach sie den Namen aus und ein wehmütig lächeln legte sich auf ihre Lippen. “mein kleiner Kämpfer.” fügte sie als Erklärung hinzu und ihr Blick sucht den seinen. “Es tut mir leid.” meinte sie und streckte ihre Hand nach seiner aus. “Ich hab es David erzählt...er verhielt sich so, als wäre es seins...ich hab es nicht angezweifelt...auch wenn ich mir in Momenten in denen ich alleine war gewünscht habe, es wäre nicht seins sondern deins.” verbittert lachte sie auf und zog ihre Hand fort. “Und dann kam die Diagnose, Trisomie 18 und man riet mir, die Schwangerschaft abzubrechen...ich konnte es nicht…” wieder sah sie auf das Bild ihres kleinen Jungen. David verstand es nicht...wir stritten uns und in den Streits sie ausbrachen, gestand er mir das es nie sein Sohn hätte sein können.” Erzählte Layla ihm und fügte in ihrer Erzählung auch hinzu, dass er zwar bei ihr geblieben war, bis ihr Junge auf Die Welt kam, aber sie sich danach wieder trennten. “Ich konnte es einfach nicht, dich anzuschreiben, dir von ihm erzählen…” sie biss sich auf die Unterlippe. “Die grausame Ironie war es, dass er dein Sohn war, wie ich es mir gewünscht habe…” sie endete, sprach nicht weiter und ließ ihre Worte im Raum verklingen. Sie wusste nicht, was er nun tun würde. Egal was es sein würde, es würde sein gutes Recht sein. @Thomas J. Westen

Noch immer saß er da wie versteinert. Das waren sehr viele Tatsachen und Informationen auf einmal, die auf ihn einprasselten. So vieles, dass er nicht mitbekommen und verpasst hatte. Er hatte einen Sohn, auch wenn er nicht alt geworden war, so war es sein Sohn. Da ihm ein Schluchzer entfuhr, legte er seine linke Hand an den Mund, mit der rechten hielt er das Bild und sah zu, wie sie es liebevoll berührte. Sie hatte das Kind geliebt. Natürlich hatte sie ihren Sohn geliebt, sie hatte ihn bis zum Ende ausgetragen. Ein bitteres Ende. Langsam sah er zu ihr. "Es gab nur eine, die sich Hoffnungen machen konnte", lächelte er ihr unter Tränen zu, die sich in seinen Augenwinkeln gesammelt hatten. Sanft küsste er sie auf die Schläfe und lehnte seinen Kopf an ihren. Dabei sah er wieder auf das Bild seines Sohnes. "Ich mache dir keine Vorwürfe Layla. Du hattest es auch nicht wissen können. Ich wusste von Davids Unfall, dass er nie sein Vater hätte sein können und es tut mir leid, dass er dich angelogen hat. Ich weiß nicht, ob du mich überhaupt erreicht hättest, wenn du es versucht hättest." Sie waren beide feige gewesen und hatten jeder für sich wohl nur den einfachen Weg gewählt. Dass sie dabei selbst auf der Strecke geblieben waren, nahmen sie dabei in Kauf. Abgesehen davon, dass sie mit David nie hätte glücklich werden können, weil sie ihn nicht so geliebt hatte, wie er sie, fühlte er sich dennoch etwas schuldig, dass er der Grund war, warum es sowohl beim Ersten, als auch beim zweiten Anlauf nicht gehalten hatte. Viele Beziehungen und Ehen gingen an Trauerverarbeitung kaputt, dem Verlust eines Kindes. Manche Bindungen machte es aber auch stärker. Nur war es nicht sein Kind um das David hätte trauern sollen. Verständlicherweise lehnte er dies ab. "Kai" wiederholte er und streichelte über das Gesicht des Säuglings auf dem Bild. Nicht nur, dass er Ähnlichkeiten in diesem Gesicht erkannte, der Junge war ein Kämpfer, wie sein Vater, das rührte ihn sehr, als sie das sagte. "Unser" korrigierte er sie und genoss ihre Berührung, als sie ihre Hand auf seine legte. "Es muss dir nicht leid tun, wirklich nicht. Und ich kann verstehen, dass er es ausgenutzt hat. Ich hätte es wohl auch getan, an seiner Stelle. Es ist nur...ich wünschte, ich wäre in dieser Zeit bei dir gewesen." Ob David ihr so den Rücken gestärkt hatte, wie sie es verdient hatte? Er hatte sie in ihrer Trauer zurück gelassen, ihr an den Kopf geworfen, dass es doch eh nicht sein Kind, dass sie ausgetragen hatte. Das alles hatte sie nicht verdient. 17 Jahren waren seither vergangen und Layla hatte die Last all die Jahre alleine getragen, einsam um ihren kleinen Sohn getrauert. Nachdem sie ihre Hand weggezogen hatte, stand er auf, küsste das Bild und hängte es wieder an seinen Platz, dann kam er zu ihr zurück und kniete sich vor ihr nieder. Er nahm ihre Hände in seine und sah liebevoll zu ihr auf. "Ich hätte gern einen Abzug davon, damit ich ihn bei mir haben kann." Bat er sie und küsste ihre Hände, dann sah er wieder zu ihr auf. "Ich würde ihn gerne besuchen." Gestand er ihr mit ruhiger Stimme. "Hast...hast du ihn geboren?" Fragte er mit zitternder Stimme. Er hatte so viele Fragen, doch keine Ahnung davon, ob sie angebracht waren oder nicht. "Magst du mir davon erzählen?" Es gab nicht viel, dass sie ihm von seinem Sohn erzählen konnte, aber das was sie wusste, wollte er gerne hören und wissen. David wusste es, hatte es am eigenen Leib erfahren und er trug dieses Wissen mit sich, so wie Tom das Wissen, dass David unfruchtbar war. Würde er diesen Mann je wiedersehen, er würde ihm gehörig die Meinung sagen, das stand fest. Noch immer hämmerte sein Kopf, doch der Schmerz in seinem Gesicht, war einem anderen gewichen. Aber es war ein stumpfer Schmerz, der sich in sein Herz bohrte. Niemand hatte schuld, an dem was passiert war und er würde auch nie jemanden die Schuld daran geben. Am Wenigsten Layla. Sie hatte ihm gesagt, wieviel er ihr bedeutet hatte, sie hatte sein Kind austragen und mit Liebe zu Grabe getragen. Nun saß er vor ihr, mit so vielen Gefühlen für sie und dieses Kind, dass seit so vielen Jahren schon tot war und sich doch gerade eben einen Platz in seinem Herzen eroberte. Sein Blick ging nochmal zu dem Bild. "Er war ein Kämpfer...wie ich." Lächelte er und legte seinen Kopf in ihren Schoß, dabei schloss er die Augen. Leise begann er zu erzählen, dass er tatsächlich zur Army gegangen war, genauer gesagt zur Navy, dort seine Ausbildung als Seal absolvierte und in mehrere Einsätze geschickt wurde. Er hatte nie geheiratet und war bis zum letzten Einsatz seinem Land verpflichtet gewesen. Er erzählte von der Gefangenschaft und den Erlebnissen, in den schlimmsten Jahren seines Lebens. Das waren seine Dämonen, so wie sie ihre hatte. "Meinst du, es war ein Zufall, dass wir uns wiedergefunden haben?" @Layla Robinson

Sie konnte nicht sagen, ob seine Worte, das schlechte Gewissen, dass sie überkommen hatte, linderte. Dennoch erleichterte es sie für den moment. „Hätte man dich, nicht irgendwie kontaktiert? Dir gesagt,dass ich versucht habe dich zu erreichen?“ wollte sie von ihn fragend wissen. Hätte es nicht, irgendwie eine Möglichkiet geben, wie sie ihn hätte erreichen können. Irgendetwas, hätte es sicherlich gegeben. „Die habe ich mir gemacht...bis zum Ende.“ meinte sie und lächelte traurig, als Tom sie auf den Kopf küsste und dann seinen Kopf an ihren legte. Es freute Layla, dass er so einfach seinen Sohn akzeptierte, und sogar von unseren Sprachen. „Ich weiß nicht, ob du das wirklich wolltest.“ meinte sie dann. Sie wusste was es mit ihr gemacht hatte und sie hatte zu gesehen, was ihre Veränderung bei Dacid ausgelöst hatte. Ja, es war nicht sein leibliches Kind, doch hatte er sich zu anfangs, auch darauf gefreut. „Es war...“ sie schüttelte den Kopf. „Einfach scheisse und gleichzeitig, so schön.“ Es war wirklich so gewesen, zu wissen, dass das eigene Kind vermutlich noch vor der Geburt oder danach sterben wird. Dass die Ärzte einem dazu rieten, die Schwangerschaft abzubrechen, war nicht einfach gewesen, aber sie hatte, nein sie liebte ihn noch immer und jeden Augenblick, den sie mit ihm verbracht hatte, war ein schöner. „Natürlich,“ ihre Stimme war Rau als sie sprach. „Ich...ich habe noch ein paar...ich habe dir Abzüge davon.“ Es gab auch eins, auf dem sie ihm im Arm hielt. Sie konnte nicht mehr sagen, wann oder wer es geschossen hatte, aber es war ihr liebstes und es stand auf ihrem Nachttisch. Ihr kam noch etwas in den Sinn, was sie ihm geben konnte. Man hatte Gibsabdrücke von Kais Füßen und Händen gemacht. Eins von beiden konnte er haben, wenn er möchte. Die Dunklehaarige nickte und konnte nicht verhinderten, dass ihr ebenfalls trie Tränen in die Augen stieg, als sie seine Worte hörten. „Wir besuchen ihn...es wird ihn...es wird ihn freuen.“ Sie wusste nicht, ob David ihn ebenfalls besuchte, aber gerade, war es egal, Thomas, sein wirklicher Vater, wollte ihn besuchen. „Das habe ich...ich habe ihm gesagt, er entscheidet, wann er gehen wird, niemand sonst...er...ich habe keine Wehen bekommen, dabei war ich über den eigentlichen Termin hinaus.“ begann sie ihm zu erzählen, als er sie fragte, ob sie ihm von ihm erzählen würde. Wie von selbst, begann sie ihm über den Kopf zustreichen, als er diesen in ihren Schoß ablegte. „Ich habe Mittel bekommen, die die Geburt einleiteten, man hat...man hat die Herztöne nicht bei der Geburt kontrollierte...ich...ich wollte es nicht. Die Hebamme sagte mir nur, als er da war, er wäre eingeschlafen...ich weiß nicht wann...ich wollte es nicht wissen.“ ihre Stimme zitterte und sie schniefte zwischen druch, dennoch hörte sie nicht auf, weder im reden, noch ihm über den Kopf zustreichen. „Manchmal frag ich mich, wie er jetzt wohl mit 17 Jahren ist, ob er den Mädchen wie sein Vater den Kopf verdreht, oder er wie seine Mutter sich nicht traut, etwas Zusagen.“ kurz schmunzelte sie bei diesen Worten. Wie wäre Kai? Sie hatte sich das so oft gefragt und jetzt, wo Tom von ihm wusste, fragte sie sich es gerade jetzt wieder. Wie wäre Kai geworden. „Ich habe, jede Minute mit ihm gelebt...ich habe mir ihm geredet, ich habe ihm vorgesungen...hab ihm von der Welt erzählt und ihm immer wieder gesagt, dass es ok ist, wenn er geht, dass er es entscheidet...“ sie versuchte zu Lächeln, doch wirklich gelang es ihr nicht. Als er dann anfing, von seinem Leben zu erzählen, was erlebt hatte, hörte sie ihm zu, erst als er von seiner Gefangenschaft erzählte, verharrte ihre Hand auf seinem Kopf. Langsam beugte sie sich über ihm und sprach ihm ruhig zu, ganz so wie sie es mit Kai gemacht hatte, als dieser bereits entschwunden, in ihren Armen gelegen hatte. Sie sprach Tom zu, dass nun alles in Endung war, es war sicher, hier und jetzt war alles in Ordnung. Zärtlich strich sich ihm durch die Haare. Es war seltsam, diese ganze Situation. Sie kannten sich von früher, hatten eine Nacht miteinander verbracht aus der ein Kind entsandt, von dem er nichts gewusst hatte und jetzt saßen sie hier. Sie fühlte sich ihm nicht Freund, gerade fühlte sie sich ihm sehr nah. „Ich weiß es nicht.“ murmelte sie und legte ihre Wange auf seinen Kopf. „Aber ich hab mich das auch schon gefragt.“ ist das eine, zweite Chance, es dieses mal richtig zumachen? Für einenander dazu sein? Sich gegenseitig zu trösten und gut zuzureden? „Ich weiß es nicht.“ sprach sie und hob langsam wieder ihren Kopf. „Ich hab etwas für dich.“ meinte sie und bedeutete ihm, sie kurz aufstehen zu lassen. Bevor aber Layla wirklich aufstand, legte sie ihm eine Hand an die Wange und lächelte ihn an. „Schon komisch.“ sprach sie und verließ dann den Raum. Es dauerte nicht lange da trat sie wieder in ihr Wohnzimmer und hatte beide Gibsabrdücke bei sich. „Ich weiß nicht...ich hab gedacht...ich...“ Sie legte die beiden Abdrücke auf den kleinen Tisch ab und setzte sich wieder auf den Sessel. „Das...das sind seine.“ ihre Blick wandert von den Abdrücken zu ihm. „Wenn du...du eins möchtest.“ sie sah wieder auf den Tsich. „Es war nur ein Gedanke.“ @Thomas J. Westen

Auf ihre Frage schüttelte er langsam den Kopf. "Ich weiß es nicht. Telefonisch bestimmt, irgendwie. Manchmal waren wir auch lange nicht erreichbar. Das kam immer auf die Einsätze an. Wenn du einen solchen Zeitpunkt getroffen hättest, hätte man dich wohl abgewiesen. Ich kann es dir nicht sagen und auch nicht was besser gewesen wäre. Mach dir darüber keinen Kopf mehr. Wir können es sowieso nicht mehr rückgängig machen." Sanft lächelte er sie dabei an. "Natürlich hätte ich das! Du hast mir etwas bedeutet Layla und er war mein Sohn. Weshalb hätte ich nicht bei dir sein wollen? Du hattest mich gebraucht und ich war nicht da." Es war alles so verworren und so dermaßen schief gelaufen. Das Schicksal hatte es nicht gut mit ihnen gemeint. Aber sie hatten beide gelitten und jetzt saßen sie gemeinsam hier und betrauerten die Zeit, die sie gemeinsam verpasst hatten. Auf ihre nächste Aussage nickte er und sah sie verständnisvoll an. "Kann ich mir vorstellen." Das alles war sicher alles andere als einfach. Sie hatte sich so gefreut und ihre Freude würde getrübt, überschattet von der schrecklichen Nachricht, dass ihr Sohn sehr krank war. "Danke." Formte er leise mit seinen Lippen und sah sie liebevoll lächelnd an. Er wollte ein Bild, dass er in seine Brieftasche stecken konnte, so dass er seinen Schatz immer bei sich tragen konnte, wenn er ihn schon nicht zur Schule bringen oder mit ihm Basketball spielen konnte. Er nickte, als sie meinte, dass sie ihn gemeinsam besuchen würden. Es war ein großer Wunsch von ihm, hatte er ihm doch etwas zu sagen und vor allem musste er sich bei ihm entschuldigen. Seinen Kopf auf ihrem Schoß ruhend, schloss er die Augen und hörte ihr andächtig zu als sie von der Geburt und der Zeit danach erzählte. Seine Tränen tränkten dabei den Stoff ihrer Hose, doch das war ihm im Moment egal. Er fühlte sich ihr und dem Kind gerade unheimlich nah und stellte sich vor, dass er dabei ihre Hand gehalten hätte, für sie da gewesen wäre und sich von dem Jungen verabschiedet hatte. Es war nicht sein Leben, nicht seine Zeit, deshalb hatte er gehen müssen. Sie hatte es wirklich bis zum Ende durchgezogen und das verdiente seinen vollen Respekt. Eine Geburt, auch wenn das Kind kaum Lebenschancen hatte, war mit Schmerzen verbunden, die sie ausgestanden hatte, damit dieser kleine Mensch selbst entscheiden konnte, wann es für ihn Zeit war zu gehen. Allein diese Tatsache bewegte so viel in ihm und ließ ihn erkennen, was für ein wundervoller Mensch Layla doch war und dass er das schon damals in ihr gesehen hatte, ohne sie wirklich zu kennen. "Danke" hauchte er und genoss etwas zu sehr ihre zärtlichen Berührungen. "Danke, dass du das getan hast." Es war auch sein Sohn und er fühlte sich verpflichtet sich bei ihr dafür zu bedanken, auch wenn er es nie von ihr verlangt hätte. Er hätte ihr wohl selbst freie Hand gelassen, aber insgeheim wäre es wohl sein Wunsch gewesen, dass es genau so ablaufen würde. Der Junge hatte noch ein. zwei Atemzüge nehmen können, ehe er für immer eingeschlafen war und er wurde geliebt. Bei dem Gedanken daran, wie er wohl jetzt sein würde, lächelte Tom. "Er wäre bestimmt ein richtiger Draufgänger und wir würden ihm beide sagen, dass er nicht dumm sein soll und zu lange warten. Die Gelegenheit beim Schopf zu packen und etwas daraus zu machen, ehe er es bereut." Damit bezog er sich wohl mehr auf sich und dass er es eher so hätte tun sollen. "Wahrscheinlich würden die Mädchen reihenweise Schlange stehen und schwach werden, wenn er sie nur ansah." Sinnierte er schmunzelnd, doch in seiner Stimme schwang auch Traurigkeit mit. Als sie meinte, sie hätte was für ihn und seinen Kopf anhob, richtete er sich auf, blieb aber am Sessel stehen und sah ihr nach, wie sie den Raum verließ. Kurze Zeit später kam sie wieder und legte ihre kostbaren Schätze auf den Tisch. Gerührt sah er zu ihr, als sie sich wieder gesetzt hatte und beugte sich über den Tisch, um die Abdrücke näher zu betrachten. Wie klein diese Abdrücke doch waren, jedoch konnte man genau ihre Musterung erkennen. Ein Muster von dem bekannt war, dass es Weltweit bei jedem Menschen einzigartig war und nie wieder in dieser Form vorkommen würde. Sanft strich er mit dem Finger darüber, fast federleicht aus Respekt und etwas Angst etwas daran kaputt zu machen. "Ich weiß nicht, ob ich das annehmen kann. Sie gehören doch zusammen." Erklärte er seinen Gedankengang. Es war wundervoll von ihr, dass sie ihm einen davon überlassen wollte und er war überwältigt davon. Tom drehte sich zu ihr und griff nach ihrer Hand, dann zog er sanft daran, um ihr an zu deuten, dass sie sich erheben sollte. Nachdem sie stand, breitete er seine Arme aus und schloss sie in eine Umarmung. Eine Geste, die dringend nötig war, für Beide von ihnen. Er schloss die Augen dabei und hielt sie einfach nur fest. Eine Hand auf ihrem Hinterkopf, die andere auf ihrem Rücken, seine Finger in den Stoff und in ihr Haar vergraben. Das hätte er schon längst tun sollen und es tat unwahrscheinlich gut. Als er sich etwas von ihr löste und sie ansehen wollte, stieß er mit der Nase an ihren Wangenknochen und zuckte zusammen. "Au, verdammt." Flucht er kurz, hielt sich die Nase und musste im selben Augenblick lachen. "Ich sollte mich wieder hinlegen." Deutete er aufs Sofa. "Hättest du noch etwas zum kühlen?" Bat er verlegen und ließ sie nur ungern los. Während sie in die Küche verschwand, stellte er die beiden Gibsabdrücke an einem sicheren Ort auf, strich kurz über das Klavier und machte es sich wieder auf dem Sofa bequem. Warum fühlte er sich hier nur so verflucht heimisch? Es war ihm nahezu unheimlich. Zur Seite gedreht, fischte er nach der Dose Pepsi von der er trank und knabberte ein paar von den Salzstangen, bis sie wieder kam und er sie mit einem Lächeln empfing. "Du machst dich gut, so als Hausfrau." Scherzte er, doch das Lachen bereute er gleich. Nachdem sie beide Zeit hatten das Gesagte zu verdauen, kam die Unbeschwertheit langsam wieder und es war, als wären sie sich jetzt noch näher als je zuvor. @Layla Robinson

"Was habt ihr nur alle mit meinen Augen." Schmunzelte er. "Aber vermutlich hast du recht." Stimmte er ihr zu und musste ebenso lachen. Nach einer Weile verstummte sein Lachen. Er erwiderte nichts auf ihre Aussage, aber auch er hatte verstanden, wie sie es gemeint hatte und das ließ ihm warm ums Herz werden. Sie hatten beide den Fehler gemacht nicht zu ihren Gefühlen zu stehen. Er, weil er eh dachte, dass es zu spät dafür wäre und sie, weil sie sich nicht getraut hatte. Doch egal, wie das alles gelaufen war, nun hatten sie sich wieder und bekamen eine Chance, das alles auf zu holen. Dann hatte das kurze Leben seines Sohnes vielleicht sogar einen kleinen Sinn gehabt. Es hatte Layla die Augen geöffnet und ihr klar gemacht, dass sie mit dem Falschen zusammen war und es hatte ihr nun gezeigt, wieviel Herz in Tom steckte, dass er vor so vielen Jahren zu einem kleinen Teil bereits an sie verschenkt hatte. Natürlich bestand sie darauf, dass er einen der Abdrücke an sich nehmen sollte und doch wäre es ihm lieber gewesen, sie würde sie zusammen lassen. Es war ein Grund für ihn sie zu besuchen, auch die Fotos, von denen sie sprach. Sie gehörten einfach in diese vier Wände, in diese Wohnung und zur Mutter, die den Jungen zur Welt gebracht hatte. Und doch war es ihm nicht möglich ihr zu widersprechen. Noch immer zehrte er von der Umarmung und schmeckte ihren süßen Duft, fühlte ihren Körper und ihr Haar unter seinen Fingern, während er da lag und auf sie wartete. Liebevoll versorgte sie ihn und setzte sich dann zu ihm auf die Armlehne des Sofas. "Danke" Sagte er und sah lächelnd zu ihr auf. "Danke, dass du dich so um mich kümmerst." Und dich sorgst, hätte er noch sagen können. Es war nicht selbstverständlich, auch wenn sie ihn als ihren Helden hinstellte. "Du hattest wohl auch nicht viel Beziehungen nach David?" Und dann wohl auch kein weiteres Kind, das traute er sich nicht fragen. Nachdem sie ihren Blick schweifen ließ, deutete er auf den Platz, wo er die Abdrücke abgestellt hatte. "Hab sie da hin gestellt, damit wir nicht versehentlich dran stoßen." Erklärte er und griff nach ihrer Hand. "Die Welt ist verrückt? Die wohl eher nicht, sondern ihre seltsamen Bewohner." Scherzte er und zog sie von der Lehne zu sich herunter, während er ganz nach hinten rutschte, um ihr Platz zu machen. "Ich würde dich gerne öfter sehen. Wir könnten was zusammen unternehmen. Wenn du magst." Er deutete dann schmunzelnd auf seine Nase. "Und ich wieder fit bin. Ich komm mir nämlich gerade ziemlich blöd vor." Lacht er und greift nach ihrer Hand, um mit ihren Fingern zu spielen. @Layla Robinson

„Was wir mit deinen Augen haben?“ hackte sie nach und mussterte diese. „Ich weiß nur, was ich mit denen habe.“ mutig, schließlich hatte sie ihm zu dies schon in dem kleinen Ständchen gesagt, auch wenn sie danach so getan hatte, alswäre nichts gewesen und er, auch nicht weiter gefragt hatte. so blaue Augen, wenn du mich so anschaust wird mir alles andre egal. Was ich dann so fühle ist nicht mehr normal. Das konnte nicht normal sein oder? Diese vertraut heit? Die Jahre hatte sie doch eigentlich, zu fremde machen müssen und als sie sich, in der Bar gegenüberstand, waren sie es doch auch. Aber hier, hier sah es anders aus und die Offenbarungen, die sie sich gegenseitig gemacht hatten, ließen ihr Herz einen Takt schneller schlagen. „Glaubst du denn, es war ein Zufall, dass du gerade in diese Bar gegangen bist?“ griff sie seine Frage von zuvor auf. Es hätte auch, jeder andere Tag gewesen sein können, aber es war nicht jeder andere Tag, sie hatte gesungen und er die wieder erkannt. Was wäre gewesen, wenn Leo nicht so gehandelt hätte, wäre er, irgendwann auf sie u gekommen, hätte sie angesprochen? Wären sie sich dann, sich auch so nah? Oder hätte es gedauert? Fragend sah Layla ihn an und wollte schon nachfragen, für was er sich bei ihr bedankte, als er weiter sprach. „Warum nicht, ist nicht oft, dass sich jemand wegen mir, mit einem Cop anlegt.“ erklärte sie schmunzelnd und schüttelte dann den Kopf. „Ne...waren nicht die richtigen.“ meinte sie und zuckte mit den Schultern. Sie hatte nicht gefunden was die tief in ihrem Inneren suchte. Sie ließ sich neben im auf das Sofa nieder. „Die sind auch verrückt.“ Stimmte sie ihm zu. „Und das, auf verschiedene weißen.“ verrrückt, verrückt vor liebe, verrückt weil es einfach dumm war, verrückt weil etwas nicht so war, wie es sein sollte. Grinsend sah sie Thomas an. „Warum denn das?“ es war nicht darauf bezogen, dass er sie gerne öfters sehen wollte, sie wollte es ebenfalls, sondern darauf, dass er sich mit der geschwollenen Nase blöd vor kam. „Ich sagte doch, sag den anderen, der andere sieht schlimmer aus...jedenfalls, was sein demoliertes Ego angeht.“ scherzte sie und griff nach ihrer Dose um wieder etwas zu trinken, bis ihr Blick auf ihre beiden Hände fiel. „Was glaubst du, wie unser beiden Leben ausgesehen hätte, wenn wir nicht gezögert hätten?“ hätten sie dann ein Leben zusammen gehabt? Hätten sie dann geheiratet und wäre ihre Ehe an der Trauer zerbrochen oder wären sie daran gewachsen. Wenn sie ehrlich war, wollte sie es nicht wissen, es war eine 50/50 Chance und daher, war sie am Ende froh, dass nicht Tom, dass ganze erleben musste, auch wenn er es anders sah. „Wenn du zurück willst, musst du nur Bescheid sagen.“ Ihr war klar, er brauchte Ruhe, aber gerade war sie egoistisch und wollte nicht gehen. „Du kannst dich auch ins Bett legen.“ meinte sie und fügte noch hinzu. „Ich hab noch eins.“ @Thomas J. Westen

Ja, diese Augen hatten es schon vielen angetan, aber kaum eine schaffte es tiefer in diese Augen blicken, zu sehen was sich dahinter verbarg. Gut auszusehen war nicht alle, viele waren einfach nur oberflächlich. Doch Layla war da anders, auch wenn sie selbst von seinen Augen gefesselt war. Sie war nie so wie die anderen Mädchen, die er sonst so kannte und die nur mit ihm prahlen wollten, wenn er mit ihnen ging. Wenn du willst gehören sie dir. Hätte er ihr am Liebsten gesagt, aber er wollte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Sie waren sich eh schon viel zu vertraut und er hatte Angst, dass alles viel zu schnell gehen würde. Beide hatten sie das eben gesagte noch zu verdauen und es war nicht so, dass er einfach umswitchen konnte. Natürlich dachte er immer noch an seinen Sohn und sein Herz krampfte sich immer wieder zusammen. "Nein" antwortete er und sah zu ihr auf. "Ich glaube es war Schicksal." Lächelte er sie sanft an. "Aktuell bin ich Türsteher in einem Club. Sonst bin ich immer gleich nach Hause, an diesem Abend wollte ich noch nicht nach Hause. Ich wollte noch etwas trinken gehen und betrat wahllos diese Bar. Erst spielte eine kleine Countryband und dann kamst du." Und seine Welt veränderte sich schlagartig. Nichts würde mehr wie vorher sein. Nach 17 Jahren hatte er sie in der Stadt der Sünde wiedergefunden und erfahren, dass er einen Sohn gezeugt hatte, als er selbst fast noch ein Kind war. Nun saß sie ihm zum Greifen nahe und er musste die Gelegenheit nur beim Schopf greifen. "Ich habe Leo nach deinen Auftrittszeiten gefragt und kam dann an jedem dieser Abende, um dich singen zu sehen." Wenn Leo nicht gewesen wäre, er wusste nicht ob er sich je getraut hätte sie an zu sprechen. Wahrscheinlich erst nach ein paar Bier oder Whiskey. Aber so viel trank er nie, weil er ja wieder nach Hause fahren musste. Verlegen lächelte er. "Ich konnte nicht mit ansehen, dass er seine schmierigen Finger an dich legt." Gestand er ihr und sah auf seine Hand, die mit ihrer vereint war und spielte. Vermutlich vollführten ihre Finger gerade diesen Tanz, den er sich insgeheim wünschte, dass sich sein Körper mit ihrem verschlang. In Gedanken, biss er sich dabei etwas auf die Unterlippe. Kurz erschien ein Lächeln in seinem Gesicht, als sie meinte, es waren nie die Richtigen und lachte dann, als sie die Menschen für verrückt hinstellte. "Da hast du wohl recht und wir sind zwei davon." Schmunzelte er und sah wieder in ihre Augen auf. Er war verrückt nach ihr und das schon für eine sehr lange Zeit. Konnte sie das spüren? "Ja, das sagtest du bereits, aber ich komme mir trotzdem albern vor." Schmunzelt er und schließt einen Moment die Augen. Seufzend legte er den Kopf etwas zurück, bis sie wieder zu sprechen begann und er sie wieder ansah. Tom schüttelte den Kopf. "Ich weiß es nicht. Es wäre kompliziert gewesen. Mein Vater war so erpicht darauf die Familientradition zu wahren. Für mich war es einfach nur schrecklich. Es ist nicht so, dass ich kein guter Soldat war, aber ich fühlte mich immer fehl am Platz und diese ständige Angst den nächsten Tag nicht mehr zu erleben. So viele Menschen sterben zu sehen. Da war ich zu sehr meine Mutter, als mein Vater, fürchte ich." Dennoch wünschte er sich nichts mehr, als dass er bei ihr gewesen wäre, um diese schreckliche Zeit gemeinsam mit ihr durch zu stehen. Auf ihre nächsten Worte antwortete er ihr nicht, er sah sie nur an und begann dann leise zu singen. Ein Lied, dass ihm gerade in diesem Moment in den Kopf kam. "Tell me something girl...are you happy in this modern world? Or do you need more? Is there something else you're searching for?" Kurz machte er eine Pause, lächelte sie liebevoll an. "I'm falling...." Er zog ihren Hand zu sich und legte sie an seine Wange, küsste ihre Handfläche. "....in all the good times I find myself....longing for change...." Tief atmete er ein "...and in the bad times I fear myself." Vor allem fürchtete er inzwischen nichts mehr als Einsamkeit. @Layla Robinson

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