RE: CHARAKTERBEWERBUNG - 3

RE: CHARAKTERBEWERBUNG - 3

Setz dir realistische Ziele. Nimm nur ein bestimmtes Budget mit. Lass dich von der Reizüberflutung nicht verwirren. So viele gut gemeinte Ratschläge in zahlreichen Zeitschriften springen einem ins Auge. Von Menschen, die diesen Ort besucht haben und selber nur Touristen sind. Anders sind diese Weisheiten nicht zu erklären – denn, wer wahrhaftig in Vegas wohnt, weiß, dass diese Stadt tatsächlich niemals schläft. Bis in die Nacht geöffnete Geschäfte sind die eine Seite, ein niemals zu enden scheinendes Nachtleben die andere. Ein Leben in Vegas ist nicht mit New York zu vergleichen. In der knapp 340 km² großen Stadt im Südwesten Nevadas buhlt jeder um Aufmerksamkeit und Individualität. Verrückte Geschäftsideen, kulinarische Restaurants, merkwürdige Gestalten zieren den Strip und die Fremont Street. Touristen füllen zu jeder Tageszeit die noch so kleinen Gassen aus. Doch wie bereits am Anfang erwähnt, ist es schwer, sich von den vielen bunten Lichtern nicht ablenken zu lassen. Auch in den Schaufenstern entlang der Fremont Street werben sie für Etablissements, wie zum Beispiel das Dollhouse . Aber hinter all dem Glanz und Schick, verbirgt wie jede andere Stadt auch Las Vegas ihre Schattenseiten. Aber erwartet man nicht genau das? Immerhin ist Las Vegas nicht umsonst bekannt als Stadt der Sünde .

Aber lasst uns nicht länger über die Schattenseiten sprechen und zu einem wesentlich friedlicheren Ort übergehen. Oder trügt hier etwa der Schein? Mit seinen gerade einmal 14.000 Einwohnern gehört Boulder City nicht gerade zu den größten Städten, besonders nicht, wenn man nur 30 km von Las Vegas entfernt ist. Dafür raubt dir die Stadt durch viele bunter Lichter oder zu viel nackte Haut nicht deinen Schlaf. Touristen könnten sich vielleicht nie vorstellen hier zu leben, denn was bietet dieser Ort schon? Genau genommen eine ganze Menge! Immerhin braucht es nicht viel, um glücklich zu sein. Schöne Landschaften und tolle Sehenswürdigkeiten wie der Grand Canyon oder der Hoover Dam ziehen viele Menschen in die Gegend und veranlassen auch viele dazu, sich hier niederzulassen. Und seien wir Mal ehrlich, ist es nicht die pure Entspannung im Vergleich zu Las Vegas? – Oder noch besser! Du verbringst tagsüber deine Zeit am Lake Mead und abends fährst du eben doch Mal für einen spontanen Trip nach Vegas. Was sind schon 30 Kilometer, um sich ordentlich abzuschießen? Aber pssst … oftmals trügt der Schein! Es ist nicht alles immer so friedlich, wie es scheint und viele nutzen die Stille und das unscheinbare Aussehen der Kleinstadt für ihre korrupten Machenschaften. Wer vermutet schon irgendwelche Drogenbosse in solch einer Gegend? Abwechselung ist garantiert, so viel sei gesagt – selbst in einer Kleinstadt wie Boulder City. Ein perfekter Ort für jeden heiligen oder jeden, der gerne diesen Eindruck erwecken möchte.

Genre: Real Life Spielort: Las Vegas & Boulder City Altersfreigabe: FSK 18 Spielprinzip: Ortstrennung

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Der Frühling naht und die ersten Sonnenstrahlen verirren sich nach Vegas. Kein Wunder, dass bei Temperaturen um die 24 Grad, die Leute nicht nur in den Casinos sitzen, sondern es sich auch am See in Boulder City gemütlich machen, um die Wärme zu genießen. Aber lass dich vom Wetter nicht täuschen! Bald kommt der April und bekanntlich weiß dieser nicht, was er will.

Tipp: Besucht doch mal den Cirque du Soleil im Mirage! Eine tolle Show für jung und alt, die begeistern lässt. Aber macht lieber schnell! Die Tickets sind schon fast ausverkauft.

“Du ahnst nicht im Geringsten wie es ist ich zu sein aber wenn du es wahrhaftig herausfinden möchtest musst du an den Anfang zurückgehen, wo mein Leben begann“. Etwas außerhalb der wunderschönen Stadt Dublin, genauer gesagt ganze 35 Meilen entfernt davon, residierte in einem alten Gehöft eine ganze Großfamilie. Die Großeltern, Siobhan & Earc waren typische Bauern, welche sich durch Handel mit Schafwolle, vor allem nach dem zweiten Weltkrieg, wo eine Güterknappheit in den besonders betroffenen Ländern bestand, eine fundierte Basis aufbauten um zumindest dem Mittelstand angehören zu können. Der Handel wurde dabei von Reagan, dem jüngeren Bruder von Earc abgewickelt, da dieser der Einzige der Familie war der je eine höhere Schulbildung genossen hatte. Siobhan brachte insgesamt vier Töchter und zwei Söhne zur Welt. Wobei der Letztgeborene, Roark Night, für eine eher geistliche Laufbahn bestimmt wurde. Dieser eine Sohn war so völlig anders als alle anderen Kinder des rotblondhaarigen Clans. Earc, selbst kinderlos und eher dem homosexuellen Gefildes angehörig, nahm sich dessen an, sah beinahe ein Abbild seiner Selbst vor den dunkelgrünen Augen. Als der hiesige Pfarrer nachfragte ob man ihm den Jungen übergeben wollte, schrillten bei dem Onkel alle Alarmglocken (denn in den späten 50er/60er Jahren waren gewisse unsittliche Priester etwas was gang und gäbe war). Somit packte er den Jüngsten und adoptierte ihn, was Siobhan nur recht war somit hatte sie einen Mund weniger zu füllen. Earc&Roark gingen daraufhin nach Dublin, in der Großstadt angekommen schickte der nun „Vater“ seinen Sohn auf eine gute Schule, baute seinen Handelsstützpunkt hier auf und nach dem Abschluss der Handelsschule lernte der Teenager seine zukünftige Frau Mary kennen, eine Lehrerstochter aus angesehenem Haushalt. Die Beiden stiegen in das Handelsgeschäft mit ein und bauten die Firma weiter aus, bis Mary mit Zwillingstöchtern schwanger wurde. Die Eine rothaarig, wie Roark und die Eine blond wie sie selbst. Man gab ihnen die Namen Narvla Lily & Nevyn Liadain . In den ersten Jahren entwickelten die Beiden sich prächtig und Earc wurde stolzer Großvater. Er behandelte die Beiden herzlichst, ging mit ihnen Eis essen, Rollschuhe kaufen und lernte ihnen die Grundlagen des Ein sowie Verkaufs als sie ins Schulalter kamen. Doch eines Tages, der Betrieb war sehr stressig, spielten die Kinder am mittlerweile angemieteten Firmengelände und der Opa fuhr mit einem Lastwagen gerade einige Güter in die große Halle. Nichts ahnend, dass die Zwillinge sich gerade eben jene ausgesucht hatten um Verstecken zu spielen. Es kam wie es kommen musste und Narvla lief um die Ecke, der Großvater bog in eben jenen Gang ein und die Kollision geschah. Der schnell herbeigeholte Notarzt konnte nur mehr den Tod der Kleinen feststellen und somit blieb Nevyn als Einzelkind zurück. Nunja nicht ganz, erst als sie 13 wurde komplettierte ein männlicher Nachkomme noch die Familie. Dieses Kind sollte ihre Mutter Mary über den Tod von Narvla hinwegtrösten. „Nun kommen wir zu meinem Kapitel, meinem Leben, was nun erst so richtig seinen Anfang nahm!“ In jenen Tagen wusste ich nicht wer ich war, schließlich hatte ich mit zehn Jahren meine Zwillingsschwester verloren, meine zweite Hälfte, mein Gegenstück. Oftmals vernahm ich danach die Worte meiner Mutter, wie sie doch über den Engel sprach. Sie jammerte und einmal als sie noch von der Geburt meines Bruders erschöpft war und teilweise Wochenbettdepressionen hatte schrie sie sogar warum es nicht mich getroffen hätte. Denn Narvla und ich waren sehr verschieden. War sie eher charakterlich wie Mama gestrickt, sehr feminin, liebevoll und großherzig, stellte ich den eher männlich wirkenden Gegenpart dazu dar. Ich trug gerne die männliche Schuluniform, lernte eher leichter Zahlen und verbrachte zu gerne meine Freizeit in der Firma bei Opa Earc als bei Mutter in der Küche. Damals war es noch so, dass in Irland eine eher traditionellere Familienvorstellung vorherrschte. Meine Mutter war Hausfrau und assistierte nur gelegentlich im Unternehmen. Sie las Briefe Korrektur, verwaltete Güter, schrieb einfache Rechnungen oder gab Lieferungen an Kunden ab. Während Vater die Finanzen vollends im Griff hatte und oftmals am Vormittag unterwegs war um sich mit Abnehmern, Kundenklientel und dergleichen zu treffen. Am Nachmittag wurde die Firmenlogistik erledigt und die Fahrer instruiert. Soweit so gut. Ich liebte neben dem Lernen, meinem Wahlfach Politik auch noch Fechten sowie das Studium der Kunst, obgleich ich nie richtig gut malte liebte ich diese Thematik sehr. Doch zu einer weiteren Forcierung dessen kam es nicht, da ich mit fünfzehn bereits Quinn O`Sullivan kennen lernte. Einen Jungen aus einer der eher exklusiven Gegenden der Stadt, nur zufälligerweise auf derselben Schule und mit einem Wortschatz gesegnet welcher mich anzog. Da er aus einer wahrhaft reichen Familie stammte, kannte er ganz andere Dinge und wir verstanden uns gut. Quinn war großgewachsen für sein Alter und ich eher damals noch kleiner geraten. Wir gingen spazieren, spielten und später entdeckten wir frühreif wie wir waren, die Leidenschaft. Da das Thema „Aufklärung und Sexualkunde“ erst Jahre später mit gratis Kondomen in der Schule behandelt wurde, stellte sich ehebaldigst eine Schwangerschaft meinerseits ein. Somit trug ich mit 16 ein Kind unter meinem Herzen. Die Familie Sullivan bedrohte meine Eltern, wenn ich das nicht „erledigt“ bekäme. Eine Tochter aus solch einer einfachen Familie war als Gemahlin für ihren Sohn nicht mal eine Auswahlmöglichkeit. Somit wurde ich mit meinem Erbe zum Flughafen gebracht, mit mehr als einem Rucksack sowie Koffer in die Usa verbannt, genauer gesagt nach Las Vegas. Hier hatte sich mal eine Tante das große Glück erhofft und wohnte in einer schäbigen Bruchbude am Ende der Stadt. Ein völliger Schock für mich. Doch meine einzige Rettung, für mich und Aurora, dieser Name fiel mir ein als sie geboren wurde, schließlich hatte ich einen Faible für die Geschichte sowie Antike. Sie war meine Morgenröte, alles was ich hatte und mein symbolischer Neuanfang. Jedenfalls brachte ich sie hier durch und arbeitete sogar noch während der Schwangerschaft zwei Schichten. Dann lernte ich einen Restaurantleiter kennen und dort durfte ich sie sogar mithin nehmen. Die Kleine bekam gratis Mahlzeiten und ich arbeitete moderate Zeiten, sodass ich in der Abendschule noch einen vernünftigen Abschluss nachholen konnte. Mit den Jahren verstand ich mich immer besser mit ihm und wir wurden ein annähernd gutes Paar, bis sich die Bindung mit Miss Delauney intensivierte. Sie zog mich in meiner Anfangszeit in Las Vegas sofort an, mit dieser rabenschwarzen Haarmähne und einem Intellekt der seinesgleichen suchte. Sie war einst ein Gast in dem Lokal, wo ich mich hocharbeitete und ich war so von ihr fasziniert. Doch nicht nur ich! Sondern sie ebenfalls. Wir wurden sehr enge Freundinnen, ihr Sohn Viktor war für mich der ideale Pate für Aurora. Er würde sie ebenso beschützen wie Opa Earc damals meinen Vater Roark. Ich fühlte einfach, dass sie Schutz benötigen würde und war mir sicher, somit die Familie Delauney enger in das Leben der Kleinen einzubinden. Auf einer Party der Familie lernte ich Reginald Spexs kennen, einen Immobilienhändler, wohlhabend bis dorthinaus. Ich, immer schon mit einem Wortschatz gesegnet der seinesgleichen suchte, begeisterte ihn und wir wurden von der Liebe überrannt. Im Grunde habe ich mir dies damals nur eingebildet, denn noch nie hatte ich Zeit gehabt mich selbst zu finden. Bei ihm fand ich den Schutz welchen ich benötigte, hatte ich doch immer noch Sorgen ob die irische Mafia nicht doch eines Tages mir nachfolgen würde. Wir zogen nach Boulder City, wo Reginald das Familienanwesen bewohnte. Sein Credo war „in der großen Stadt nur Geschäfte machen und die Familie in Sicherheit auf dem Land zu haben“ wurde somit Tagesthema. Er war großzügig zu Aurora und mir, half sie teilweise mit großzuziehen. Seine eigene Zeugungsunfähigkeit machte sich nach gefühlt 50 Versuchen in der Klinik für künstliche Befruchtung bemerkbar. Ich wurde nicht schwanger. Somit sah er in ihr seine „Erbin“ welche er nur geistig formen musste. Doch er wurde zu wütend, denn sie war ein Freigeist wie ich. Ich schützte sie so gut ich konnte und bekam es schließlich mit ihm zu tun. Mein Körper erzählt heute noch Geschichten von dieser Zeit. Der Kontakt mit den Delauneys brach fast gänzlich ab. Nur zu den Festtagen sah man sich noch kurz oder schickte in den späteren Jahren nur mehr Karten. Ich ermunterte jedoch Aurora immer wieder ihn zu kontaktieren. Damit wenigstens die junge Generation es eventuell eines Tages besser machte. Doch dann geschah es, meine Kleine wurde entführt, anfangs versuchte ich noch etwas auszurichten aber Reginald wollte mich schützen aber machte mich zudem auch dafür verantwortlich. Fast zwei Jahre verbrachte ich zumeist im Haus, wurde krank, psychisch krank und ging zum ersten Mal richtig durch die Hölle. Die Depression hatte mich im Griff und Reginald war überfordert. Er trank öfters, ging aus und ich blieb mit den Angestellten sowie meinem „Pfleger“ der eher ein Bodyguard war zu Hause. Nach einiger Zeit durfte ich wieder einmal vor die Tür und lernte auf einer Kunstauktion eine Frau kennen, wieder dunkles Haar, hochintelligent und größer als ich. Sie war es, mit der ich nun ausging. Reginald war hocherfreut, denn er dachte ich würde gesund werden und meine Ausrede Kunst für das Firmengebäude zu kaufen reichte ihm. Mit dieser Frau heilte ich wirklich, denn ich durfte endlich ich selbst sein. Mein Kleidungsstil wurde mutiger, ich lernte Krawatten lieben und stand zu mir selbst. Nun reichte ich endlich die Scheidung ein. Ich zog zu meiner Freundin, lebte mich aus, fand mich selbst. Studierte Kunst und wurde professionelle Kunsthändlerin. Da mir Reginald anfangs erzählt hatte Aurora wäre verstorben, suchte ich nicht mehr aktiv nach ihr, doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und meine lebte noch. Nach zwei Jahren bei meiner Freundin zog ich nun nach Las Vegas und irgendwie merke ich, dass mich hierher etwas Besonderes zog. Etwas was ich noch nicht erklären kann,….auch werde ich hier Viktor wiederbegegnen.

Im Leben trage ich keine fremden Koffer. Ich trage nicht einmal meinen eigene

Jackson wächst als Ältester Sohn einer kleinen Familie auf. Er hat noch zwei kleinere Schwestern die er liebt und hasst zugleich. Seine Eltern haben einige Casinos in Vegas und somit genug Geld um ihnen alles Kaufen zu können was immer sie wollen. Sprich alles im allem hatte er eine wirklich zufriedene Kindheit, auch wenn seine Eltern viel Arbeiten mussten. Er ist viel für seine beiden Schwestern da, auch wenn sie ihm immer wieder ziemlich auf die nerven gehen. Er ist mittlerweile 16 und er soll ab jetzt langsam ins Geschäft eingeführt werden. Doch soweit kam es nicht. Sein Dad, der die Leitung bei all dem hatte, war kein so guter Man für den Jackson ihm immer gehalten hatte. Sein Dad handelte mit Drogen, vertickte sie in den Casinos unter der Hand. Er wurde zu übermütig und versuchte im Drogengeschäft zu sehr Fuß zu fassen. Das genau das ihre Familie zerstören würde, war ihm wohl nicht klar. Nur wenige Tage nach Jacksons 16ten Geburtstag geschah das was unvermeidlich war... sein Dad und seine Mum wurden auf offener Straße erschossen. Und Jackson stand mit seinen Schwestern alleine da. Man könnte jetzt meinen das sie ja genug Geld hätten und sie es sicher gut haben würden. Da jedoch keine weiteren Verwandten existierten wurden sie ins Heim gesteckt. Seine Schwestern waren jung genug, sie bekamen schnell eine Pflegefamilie, bei ihm sah das ganze jedoch anders aus. Vom Reichen Jungen zum Heimkind. Jackson schlug sich so durch, doch das was ihm alles nahm, war die Tatsache das seine Schwestern nicht bei ihm waren. Mit 18 Verlies er das Heim und versuchte sich sein eigenes leben auf zu Bauen. Da Nahkampf schon immer sein Hobbie war, landete er schnell als Türsteher bei den Clubs. Er war noch Jung also waren erst kleine Bars, doch schon mit 20 Stand er an dem ersten Nobel Stripschuppen an der Tür. Er verdiente genug Geld um beantragen zu das seine Schwestern bei ihm lebten. Die kleinste kam ziemlich schnell, die Mittlere jedoch hatte in der Zeit eine neue Familie gefunden und blieb auch bei dieser. Man könnte jetzt meinen das Jackson verletzt deswegen war, doch das war er nicht, er konnte sie verstehen und sie sahen sich regelmäßig. Die kleine jedoch war seither an seiner Seite, sie war zu dem Zeitpunk 10 und er somit jede meng zu tun. Doch sie machte sich sehr gut und er ist sehr stolz auf sie. Heute arbeitet er immer noch in dem Stripclub, mittlerweile hatte er die Leitung der Sicherheit und passte meinst auf die Mädels auf die hier Tanzten.

Na bei dem Kerl kein Wunder^^ ich kann dir nur zustimmen Aubrey^^

Alle sieben Jahre ändert sich der Mensch, so ein bekanntes Sprichwort aus dem Volksmund. Sieben Schöpfungstage, sieben Todsünden und sieben Zustände des Herzens. Weltweit hat diese Zahl eine in sich gekehrte Bedeutung, so auch für die siebenköpfige Familie Ellington. Als zweiter Sohn und zweites Kind der gemütlichen Familie stand Lincoln nicht unbedingt an zweiter Stelle - schließlich teilten sich alle fünf Kinder eine gemeinsame Postion. Anders hätte man den riesigen Haushalt auch nicht verwalten können, gab es schließlich fünf Mäuler zu stopfen. Die berufstätigen Eltern Clara und Yestin Ellington hätten sich dennoch kein anderes Leben gewünscht, denn unter all dem Chaos und dem schnellen Leben fand man eine innige und einmalige Liebe wieder. Obgleich sich die Geschwister alle Mühe gaben untereinander für minimale Kriege zu sorgen, sorgten sie sich ebenfalls Blind um einander. Es gab keine Privatsphäre, doch wurde sie auf der anderen Seite nicht benötigt. Aufgrund der minimalen Altersspanne zwischen all den Geschwistern, verstanden sich die gleichen Seelen in den meisten Fällen - am besten, wenn alle in einem tiefen und unbedrohlichen Schlaf sickerten. Da beide Elternteile zu arbeiten hatten, damit die Familie sich einen gewissen Luxus leisten konnte, sorgten die älteren Geschwister meistens für die Jüngeren. Obwohl Lincoln kein besonders guter größerer Bruder gewesen war, nutze er eine strenge aber sehr liebevolle Erziehung, damit seine kleinen Schwestern eines Tages im Leben stehen würden, ohne dabei mit dem Kopf in der Toilettenschüssel zu enden. Denn die öffentliche Schule war nicht besonders gut im Ruf, waren nicht nur die Lehrer aus einem anderen Jahrtausend, sondern auch die Einrichtung und die schwindende Moral. Versuchte man in solch einer Umgebung gute Noten zu erlangen, so wurde man stets daran erinnert, dass niemand das Recht hatte besser zu sein - gar gut genug für das Leben. Lincoln genoss somit die Zeit in seinem familiären Umfeld und haschte nach der Schulzeit innerhalb weniger Minuten nach Hause, hielt er es in der asozialen Umgebung kaum weiter aus. Die einzige Rettung aus diesem persönlichen Alptraum waren der einmal im Jahr stattfindende Familienurlaub. Und in jenen Jahr - 1996 - entschied sich die Familie für ein ganz besonderes Ziel: Bosnien. Dieser eine Urlaub würde der Familie für immer in Erinnerung bleiben, war es der letzte dieser Art, der letzte vollzählige. Die Tage vergingen wie im Traum, hatte der hochgewachsene junge Teenager niemals so viel Spaß in seinem Leben verspürt. Zwei Wochen nachdem der Urlaub begonnen hatte, schien es für immer zu enden, denn eine Welle überrannte die Halbinsel. Nachdem die Familie mit einem tiefen Schock zurück in die gewohnte Heimat zurückgekehrt war, änderte sich die Stimmung in dem Hause der Familie Ellington schlagartig. Die Lust nach Harmonie und Lebensfreude schien vollkommen verblasst zu sein, kümmerte sich jeder der sieben Köpfe um seine eigene Schock-Therapie. Die unbegrenzte Auswahl der Möglichkeiten schien bis ins unendliche zu reichen, denn während sich Lincoln stets mit seinen Gefühlen zu befassen versuchte, schienen andere diese vollkommen von sich zu schieben. Schon immer lebte der geballte Sonnenschein mit seinem Herz auf seiner Zunge. Dabei zerbrach ihm zwar oft das Herz, doch noch öfter war sein Arm oder sein Bein getroffen, wurde er vom Pech verfolgt - doch dies ist eine vollkommen andere Geschichte. Während der zweitälteste Sohn also auszog und allen sein Leid verkündete, schien seine jüngere Schwester in ihre eigene Hölle gefallen zu sein. Nicht nur hatte sie des Nachts besondere Attacken, sondern verhielt sie sich auch Tagsüber mit besonderen Verhaltensstörungen. Das Mädchen was einst gewesen war, war nun nicht mehr da. Auch Lincoln kam nicht mehr durch sie durch, wurde bei einem Versuch der Umarmung sogar von ihr bis ins Fleisch gebissen. Monate später tauchten nicht nur immer weniger neugierige Nachbarn vor der Haustür auf, sondern auch ein bestellter Kirchlicher - und dieser hatte ein ganz besonderes Spezialgebiet. Die Eltern der Familie Ellington schienen beschlossen zu haben, dass ihr göttliches Kind nicht länger besitzt, von ihrem Körper hatte. Stattdessen nistete sich ein teuflischer Dämon in ihr Herz und dieser musste nun mit großen Zeremonien aus ihr herausgetrieben werden. Keine einfache Aufgabe und doch gab sich der Exorzist alle Mühe. Was jedoch als Ausgeburt der Hölle auf die erwachsene Bevölkerung des Hauses schien, war in Wahrheit ein klarer Fall von Autismus und ein eingenisteter Wurm - und diese waren schwer mit Weihrauch auszutreiben. Während die Zeremonien stets gefährlicher zu werden schien, sonnte sich Lincoln im göttlichen Licht und machte sich in dieser Zeit mit der Bibel vertraut, welche er zuvor lediglich als Schutz gegen Schläger verwendet hatte. Eines besonderen Tages nahmen sie allesamt an einer Zeremonie teil. Während das Oberhaupt des Hauses ein Kissen auf das Gesicht seines Mädchens drückte, beobachtete der vor Angst zitternde Junge die schwache Atmung seiner zweiten Seele. Nach wenigen Minuten hörte ihre Brust auf zu beben und sie lag still und stumm auf ihrem Bett. Zeit zum Trauern sollte es für die ganz skurrile Familie jedoch nicht geben, denn bereits nach einer guten Stunde stürmte die Polizei in die Behausung der Familie und nahm die Eltern an Ort und Stelle fest. Die Kinder wurden vorerst mit zum Jugendamt geholt, wo man sie versuchte von ihrem Schock zu lösen - doch solch einen Anblick konnte man nicht mit einer warmen Tasse Kakao aus dem Gedächtnis löschen. Da die Kinder von nun an kein zu Hause mehr hatten, wurde die schnellste Lösung in Angriff genommen. So kam ein kleiner Teil seiner Geschwister bei weiteren Familienangehörigen unter, so auch sein großer Bruder und heimliches Vorbild. Ihm selbst konnte jedoch keine solche private Einrichtung besorgt werden, weswegen er in ein streng katholisches Heim gesteckt wurde. Mit zitternden Knien und in Schweiß getränkten Händen wurde er über die Türschwelle geführt. Von nun an gab es keinen Ausweg mehr. Während sich der Pfarrer versuchte, um den emotional verkrüppelten Jungen zu kümmern, versuchte dieser sich all die neuen Regeln ins Gedächtnis zu rufen, bevor es für ihn ins gemeinschaftliche Schlafzimmer ging. Noch in dieser und in den kommenden Nächten weinte sich der Junge in seinen Schlaf, schrie leise nach seinen Geschwistern und wollte lediglich den bekannten Geruch wahrnehmen. Wochen nach seiner Einweisung fühlte er sich endlich bereits dazu am Alltag der anderen Teilzunehmen. Vor allem die Gebetsstunden schienen ihn zu interessieren, wobei sich die anderen Kinder scheinbar nicht so einfach beeindrucken ließen. Immer wurde gebetet, sei es vor dem Frühstück, vor dem Frühsport und sogar vor dem Duschen im Gemeinschaftsbad. Die Monate kamen schnell einher und allmählich wurde das Heim heimischer, kannte Lincoln die Flure und Räume bereits auswendig und konnte daher Abends unbemerkt in die Bücherei huschen. Eines Nachts jedoch wurde er scheinbar von einem seiner Zimmergenossen entdeckt, landete er am nächsten Morgen in dem Büro des Alpha der Einrichtung. Dieser befahl ihm sogleich die Hose herunterzuziehen und sich gegen den Tisch zu lehnen, aus tiefer Angst heraus folgte er diesen Befehlen und verspürte bereits kurz darauf den brennenden Schmerz an seinem Gesäß. Wund und blau geschlagen schlenderte der verstörte Junge zurück in sein Zimmer, legte sich dort auf den Boden und nahm eine betende Postion an, so als wäre er selbst an ein Kreuz genagelt. Nicht nur wurde er durch dieses Ereignis zu einem Bettnässer, sondern wurde er auch zu einem sonderlichen Feigling, welcher alle Seiten der Rebellion ablehnte. Nach weiteren Monaten wurde das Heim von mehreren Familien besichtet, diese schienen von der gleichen Gemeinde zu kommen und wollten nun alle einen Sohn oder eine Tochter adoptieren. Lincoln war es bereits gewohnt wie ein seltenes Tier im Zoo betrachtet zu werden, rasierte er sich die Stelle an seinem Hinterkopf, sodass Gottes Licht auf ihn scheinen konnte. Zwei neugierige Augenpaare verliebten sich sogleich in den Jungen und besuchten ihn von jenem Tag mehrmals in der Woche. Nach weniger Zeit wurden die Papiere unterzeichnet und schon hatte Lincoln ein neues Heim gefunden. Dort lebte er im Luxus, bekam sogar privaten Unterricht und durfte fortan mit in der Gemeinde tätig sein. Es war die Erfüllung seiner Träume und in jener Zeit blühte er auf, bekam ein wahrer junger Mann. Während er nicht nur den kirchlichen Weg einschlagen sollte, entdeckte man sein großes Talent im grafischen Bereich, besonders mit dem PC. So schleuste die in der Oberschicht präsentierte Familie ihn in ein passendes Studium ein und verschaffte ihn nach diesem selbst einen festen Job in einer großen Spieleentwicklungsfirma. Sein Leben schien perfekt zu sein, ging er zu jeder Messe in die Kirche und hielt ebenfalls ständige Messen ab - doch auch mit Gottes Liebe konnte er nicht besser schlafen, gar träumen. Mit den Jahren verblasste das Bild seiner einst gewesenen Familie, auch seine Eltern hatte er nicht länger vor Augen. Aber die Neugierige in den jungen Mann konnte nicht gestillt werden, so sah er sich mit der Hilfe der örtlichen Polizei um und versuchte seine Geschwister ausfindig zu machen. Während er eine Schwester längst gefunden hatte, prallte ihm plötzlich eine Anzeige seines Bruders vor den Kopf. Erfolgreich im Mode-Business. Ein schwaches Lachen entfloss den Lippen des jungen Mannes, welcher sogleich seine Koffer packte und den Segen seiner Eltern bekam. In Las Vegas gab es einige Sünden zu reinigen und durch seine feste Position in der Firma konnte er stets von zu Hause aus arbeiten. Endlich im sündigen Land angekommen, musste er nur noch seinen Bruder ausfindig machen. Aber Lincoln war ein schwacher Mann im Vergleich zu seinem neuen Umfeld. Und mit Schwäche kamen auch die Sünden einher.

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