RE: CHARAKTERBEWERBUNG - 7

RE: CHARAKTERBEWERBUNG - 7

Setz dir realistische Ziele. Nimm nur ein bestimmtes Budget mit. Lass dich von der Reizüberflutung nicht verwirren. So viele gut gemeinte Ratschläge in zahlreichen Zeitschriften springen einem ins Auge. Von Menschen, die diesen Ort besucht haben und selber nur Touristen sind. Anders sind diese Weisheiten nicht zu erklären – denn, wer wahrhaftig in Vegas wohnt, weiß, dass diese Stadt tatsächlich niemals schläft. Bis in die Nacht geöffnete Geschäfte sind die eine Seite, ein niemals zu enden scheinendes Nachtleben die andere. Ein Leben in Vegas ist nicht mit New York zu vergleichen. In der knapp 340 km² großen Stadt im Südwesten Nevadas buhlt jeder um Aufmerksamkeit und Individualität. Verrückte Geschäftsideen, kulinarische Restaurants, merkwürdige Gestalten zieren den Strip und die Fremont Street. Touristen füllen zu jeder Tageszeit die noch so kleinen Gassen aus. Doch wie bereits am Anfang erwähnt, ist es schwer, sich von den vielen bunten Lichtern nicht ablenken zu lassen. Auch in den Schaufenstern entlang der Fremont Street werben sie für Etablissements, wie zum Beispiel das Dollhouse . Aber hinter all dem Glanz und Schick, verbirgt wie jede andere Stadt auch Las Vegas ihre Schattenseiten. Aber erwartet man nicht genau das? Immerhin ist Las Vegas nicht umsonst bekannt als Stadt der Sünde .

Aber lasst uns nicht länger über die Schattenseiten sprechen und zu einem wesentlich friedlicheren Ort übergehen. Oder trügt hier etwa der Schein? Mit seinen gerade einmal 14.000 Einwohnern gehört Boulder City nicht gerade zu den größten Städten, besonders nicht, wenn man nur 30 km von Las Vegas entfernt ist. Dafür raubt dir die Stadt durch viele bunter Lichter oder zu viel nackte Haut nicht deinen Schlaf. Touristen könnten sich vielleicht nie vorstellen hier zu leben, denn was bietet dieser Ort schon? Genau genommen eine ganze Menge! Immerhin braucht es nicht viel, um glücklich zu sein. Schöne Landschaften und tolle Sehenswürdigkeiten wie der Grand Canyon oder der Hoover Dam ziehen viele Menschen in die Gegend und veranlassen auch viele dazu, sich hier niederzulassen. Und seien wir Mal ehrlich, ist es nicht die pure Entspannung im Vergleich zu Las Vegas? – Oder noch besser! Du verbringst tagsüber deine Zeit am Lake Mead und abends fährst du eben doch Mal für einen spontanen Trip nach Vegas. Was sind schon 30 Kilometer, um sich ordentlich abzuschießen? Aber pssst … oftmals trügt der Schein! Es ist nicht alles immer so friedlich, wie es scheint und viele nutzen die Stille und das unscheinbare Aussehen der Kleinstadt für ihre korrupten Machenschaften. Wer vermutet schon irgendwelche Drogenbosse in solch einer Gegend? Abwechselung ist garantiert, so viel sei gesagt – selbst in einer Kleinstadt wie Boulder City. Ein perfekter Ort für jeden heiligen oder jeden, der gerne diesen Eindruck erwecken möchte.

Genre: Real Life Spielort: Las Vegas & Boulder City Altersfreigabe: FSK 18 Spielprinzip: Ortstrennung

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Der Frühling naht und die ersten Sonnenstrahlen verirren sich nach Vegas. Kein Wunder, dass bei Temperaturen um die 24 Grad, die Leute nicht nur in den Casinos sitzen, sondern es sich auch am See in Boulder City gemütlich machen, um die Wärme zu genießen. Aber lass dich vom Wetter nicht täuschen! Bald kommt der April und bekanntlich weiß dieser nicht, was er will.

Tipp: Besucht doch mal den Cirque du Soleil im Mirage! Eine tolle Show für jung und alt, die begeistern lässt. Aber macht lieber schnell! Die Tickets sind schon fast ausverkauft.

Dunkelrot färbte sich der im Mondlicht hellblau glitzernde Sand. Punktuell, tröpfchenweise. Wie Tinte, die auf Papier geträufelt wurde, breitete sich die Flüssigkeit auf dem hellen Untergrund aus und nahm ihn an den Stellen an dem sie ihn berührte, in unregelmäßiger Form und Ausmaß für sich ein. Zu vergleichen mit Motiven eines Rohrschachtests mit Tinte, entwickelten auch die Blutstropfen ein Eigenleben und konnten von mehr, oder weniger kreativen Augenzeugen entsprechend gedeutet werden. Sah der eine einen Clown, der die eigene Mutter mit einer Zuckerstange ermordet, erkannte der Nächste vielleicht einen schönen Schmetterling. So detailliert, dass er sich den energischen Flügelschlag und die prächtigen Farben vorstellen konnte, mit denen er durch die Welt flatterte. Auch Grimassen, Gesichter konnten schnell aus dem Wirrwarr entnommen werden, oder einfach eine langgezogene Bremsspur. So viele Möglichkeiten, die sich dem Geist boten. Und alle meilenweit entfernt von der traurigen Wahrheit, die der grausigen Malerei tatsächlich innewohnten. Clément Durand fielen grade zum wiederholten Male an diesem Abend die Augen zu. Seit über vierzehn Stunden fuhr der gebürtige Franzose bereits den sich kaum verändernden Highway in Richtung Mexiko. Erlaubt waren LKW- Fahrern laut Gesetz nur neun Stunden über den Tag zu fahren. Umso weniger Stunden er aber unterwegs war und demensprechend mehr Pausen einlegte, umso weniger Geld gab es. Und jeder, der Kinder und eine Frau zu Hause sitzen hatte, die auf das Geld angewiesen waren, wusste, wie wenig ein Mann in finanziellen Notsituationen wie denen der Durands auf das Gesetz gab. Gähnend griff der Vierundvierzigjährige nach unten. »Drecksding«, fluchte er dem Kaffeebecher gewidmet, der sich mit einem ploppenden Geräusch verabschiedete und in den Fußraum rutschte - was eigentlich nichts Neues war. Fast schon routiniert verringerte Clément die Geschwindigkeit auf die Erlaubte. Zwar interessierte es niemand, wie schnell er unterwegs war, da er weit und breit der einzige war. Doch die Aktion, die er im Sinn hatte, ließ sich so definitiv leichter umsetzen. Der Gurt war gelöst, sein stämmiger Oberkörper soweit wie möglich nach vorn geschoben. Mit den wulstigen Fingern griffelte er blind in der Dunkelheit herum. Vorerst ohne den Blick von der Straße zu wenden. Als er die lauwarme Flüssigkeit jedoch ertastete, wandte er instinktiv den Blick ab und starrte hinab. Fünf Sekunden lang, vielleicht zehn. So oder so; er ließ die Straße offensichtlich lange genug aus dem Blick, dass er die Augen weit aufriss und im letzten Moment das Steuer rumreißen konnte, als er es sah. Das Hindernis, mitten auf der Straße. »Verdammte Scheiße!«, fluchte der Franzose, nachdem der LKW nach einigen Sekunden endlich zum Stehen gekommen war. Ohne sich umzusehen, riss der Fahrer die Tür auf und sprang übermotiviert in den feinen Sand. Was ihn von der Fahrbahn gedrängelt hatte, wusste er nicht. Nahm an, es sei ein Reh, ein Wildschein, oder dumme Jugendliche, die sich einen Spaß erlaubten. Aber das was er vorfand, war kein Scherz, auch wenn er sich das beim Anblick der barfüßigen, desorientierten, blutüberströmten, halbnackten Frau aus tiefsten Herzen wünschte… »Miss Können sie mich hören?« Lichter. Geräusche. Komische Gestalten. Immer wieder spürte ich Finger auf meiner Haut. Sie fassten mir ins Gesicht und leuchteten mir in die Augen. Ich wandte die Blicke ab, viel zu grell! Beinahe willenlos hatte ich mich von dem bärtigen Mann zu einem komischen Ding führen lassen. Er setzte mich hinein – ein seltsamer Bau, so hoch und auf runden Reifen türmend - und legte mir etwas um die Schultern. Es war weich und angenehm. Wie das Fell des Fuches, den ich letztens ausgenommen hatte. Nur platter. Überall in dem kleinen Räumchen leuchtete und blinkte es. Und es roch komisch. Gar nicht muffig. Ich sah nach draußen und sah ihn in einen eckigen Kasten sprechen. Er wirkte überfordert, ich konnte die Schweißperlen im Mondlicht auf seiner Stirn tanzen sehen. Fahrig wischte er sich mit dem Handrücken darüber und steckte den Kasten weg. »Der Krankenwagen kommt gleich. Ist Ihnen warm genug? Soll ich…«Etwas ganz anderes hatte meine Aufmerksamkeit erregt. Instinktiv griff ich nach vorn. Auch dort glänzte alles. Ich fuhr mit den rauen Fingern über die kleinen Punkte. Die meisten machten nichts. Einer ließ sich drehen und ich begann zu schreien. »Nein, nein!« schrie ich und presste mir die Hände auf die Ohren. Der Bärtige hechtete sich an mir vorbei, beugte sich über mich. Ich sah nicht, was er tat, ich kniff die Augen zusammen. Aber der Krach verebbte plötzlich. »Kein ACDC Fan, hm?« Nein. Nicht mehr. Doch um die ganze Geschichte dieses Mädchens zu erzählen, muss ein wenig weiter in die Vergangenheit gereist werden. »Es schreit gar nicht! Ist es gesund?« Verzweifelt wedelte die eben gewordene Mutter mit den Armen in der Luft herum. Dann schloss sie die Augen und betete zum Heiligen Vater, dass es ihrem Kind gut ginge – kurze Zeit später wurden ihre Gebete erhört. »Glückwunsch. Das ist das ruhigste Kind, das ich in meiner ganzer Laufbahn auf die Welt gebracht habe,« Hebamme Claudia – eine stämmige Deutsche, die ihre blond, grünen Haare unter einem Haarnetz versteckt hatte, lächelte hinter ihrem nur noch halb sitzenden Mundschutz. »Es ist ein Mädchen, Alex. Und ein wunderschönes dazu.« Skylar Dolorian Browns Kindheit war nicht im Geringsten so spannend, wie ihr Name das vermuten ließ. Geboren im sonnigen Nevada, als winziger Nachzüglicher in die bereits sechs Mann starke, katholische Familie, lernte sie früh zu teilen und sich zu fügen. Als einziges Mädchen war anzunehmen, dass sie sich gegenüber ihren Brüdern nicht behaupten konnte – weit gefehlt. Skylar begriff schnell, welche Knöpfe sie drücken musste, um zu bekommen, was sie wollte. In der Schule mimte sie die perfekte Schülerin, die perfekte Freundin. Zu Hause das perfekte Kind, die perfekte Schwester. Es fiel schwer, das Sonnenscheinchen nicht zu mögen, bei ihrer offenen, ehrlichen und herzlichen Art – und die wenigen, die das doch taten, wurden von ihren Brüdern schneller als sie gucken konnte, zur Hölle gejagt… zusammen mit ihren ganzen Exfreunden. Natürlich hatte sie nicht nur einen grandiosen Schulabschluss in der Tasche, sondern auch ein Stipendium, das ihr ermöglichte, nach der Beendigung der Highschool an ihrer Wunsch Universität Brown Journalismus und Medienrecht zu studieren. Doch dann kam der Moment, an dem zum ersten Mal nicht alles wie geleckt im Leben der damals Siebzehnjährigen lief. Eigentlich war sie nur gekommen, um ihren alten CD- Player von zu Hause abzuholen. Den rostigen, dreizehn Jahre alten Volvo parkte sie vor dem Eingang und betete bereits, dass er später wieder anspringen würde. Gelassen lief sie mit einem Becher Kaffee in der Hand und zwei Büchern über Philosophie und Feminismus unter dem Arm in Richtung der Eingangstür, als sie ihren Bruder am Fuße der steinernen Treppe, entdeckte. »George!“« entglitt es ihr zusammen mit dem Kaffeebecher, den Büchern und ihren Gesichtszügen, als sie auf ihn zu stürmte. »Ist viel weniger übel, als es aussieht,« beharrte er im Krankenhaus, selbst nachdem man ihn stundenlang operiert und nur mit Mühe wieder zusammengeflickt hatte. Die nächsten Tage waren für die Familie Brown unerträglich. Nahezu jeden Tag verbrachte sie im Krankenhaus und da begegnete sie ihm zum ersten Mal – Ryan Malone. Der von sich etwas zu überzeugte Polizist, ließ sie zweifeln. Schnell blickte sie hinter die Fassade und bemerkte, dass er etwas mit dem „Unfall“ ihres Bruders zu tun hatte. Eines Tages in der Cafeteria, suchte sie ihn am Kaffeeautomaten auf und sprach ihn offen darauf an. Überraschter Weise rechtfertigte er sich nicht und stritt ihren Verdacht auch nicht ab. Stattdessen bat er ihr seine Hilfe, im Gegenzug für ein Date an. Da sie glaubte, dass er den Verstand verloren habe, lehnte sie ab. Als George erzählte, dass die Männer, die ihm das angetan hatten, sogar im Krankenhaus waren und ihm dort gedroht hatten, machte sie den Cop ausfindig und versuchte ihn auf dem Revier bloßzustellen. Geschickt wandte er sich aus der Nummer raus und zwang sie regelrecht dazu, dass sie letztendlich doch mit ihm Essen ging. Das schrecklichste Dinner ihres Lebens angetreten, auch wenn man das Essen zu zweit unter den flackernden Lichtern der dreckigen Halogenstrahler , umgeben von Fliegen, dem Geruch von abgestandenem Fett, im ranzigen Diner am Ende der Straße so nicht wirklich betiteln konnte – sein Fehler, dass er sie den Standort hatte wählen lassen! –, gab er sich überraschend gesprächig. Zwischen den Pommes die er in sich reinstopfte, erzählte er von den Kredithaien, mit denen ihr Bruder sich angelegt hatte. Offenbar veruntreute er mehrere hunderttausend Dollar und stand jetzt auf der Abschussliste, gleich mehrerer Gangs diverser Untergrundorganisationen. Für Skylar, die bis dahin nicht einmal eine Ahnung davon hatte, was ihr Bruder eigentlich tat, wenn sie nicht zusammen Urlaub machten, Spaß hatten, lernten und sogar gemeinsam Feiern gingen, brach eine Welt zusammen. In ihrer Verzweiflung bat sie Ryan um seine Hilfe und er willigte ein – natürlich gegen einen „kleinen Tribut“. »Das wars. Du begleitest mich nach San Diego und spielst meine Kollegin. Im Gegenzug halte ich mein Versprechen. « Wieder glaubte sie, dass hier sei ein Plot der versteckten Kamera, er ein Komplize des Erfolgsformats und die ganze Geschichte mit seiner verschwundenen Kollegin nur ein Witz. Denn auch sein Interesse an der besagten Frau kaufte sie ihm instinktiv nicht ab. Da konnte er noch so oft sagen, dass er ernsthaft besorgt und Sky und sein Masterplan - den er ihr aus Gründen natürlich nicht im Detail nennen konnte - die letzte Hoffnung sei... Trotzdem hatte er ihr investigatives Interesse geweckt, so willigte sie nach reichlicher Überlegung ein - natürlich nicht, ohne Vorbereitungen zu treffen. Spätestens, als er sie am Abend vor der Abreise darum bat, ihren Eltern nicht die Wahrheit zu sagen, hatte sie den Braten gerochen - um zurück zu rudern war es eh zu spät. Samt gepackter Tasche machten sie sich in den frühen Morgenstunden also in den Süden des Landes auf. Nach einigen schweigsamen Stunden, hielten sie kurz vor der Grenze in einem Motel. Sein perfider Plan nahm immer mehr Formen an, doch anstatt ihn in die Tat umzusetzen, schlug sie ihn mit seinen eigenen Mitteln in die Flucht. Langsam aber sicher wurde ihr klar, dass sie unbewusst einen Pakt mit dem Teufel gemacht hatte. Denn dadurch, dass sie sich nicht von ihm hatte hinters Licht locken lassen, weckte sie sein scheinbar ehrliches Interesse - und ehe sie sich versah, entwickelte sich aus ihrem Hass und der komischen Beziehung eine noch viel komischere, aber richtige Beziehung. Nach monatelanger Geheimhaltung vor ihren Eltern – immerhin war sie immer noch grade junge achtzehn Jahre und er… alt – kam sie an einen Punkt, an dem sie einen Freund nicht mehr verheimlichen konnte. »Ich habe fünf gemacht. Ja, ich bin mir sicher. Ja. Ja. Hör auf mit den Tellern um dich zu werfen. « Sie war seine Wutanfälle gewohnt und verdammt stolz drauf, dass sie eine der wenigen Personen waren, die selbst in so einem Moment zu ihm durchdringen konnten. Und obwohl sie glaubte, dass sie selber durchdrehen würde, als ihr Blick auf das Plus auf dem blau- weißen Stäbchen fiel, blieben diese Emotionen aus. Vollkommen Herr ihrer Sinne, legte sie ihm die Hände an die Wangen und sah ihn an – das genügte schon und er beruhigte sich. Sie war viel zu jung und ihr Traumjob rückte dadurch in schier unerreichbare Ferne. Aber etwas tief in ihr drin, sagte ihr, dass sie es schaffen konnten. Sie wollte dieses Kind und sie wollte mit ihm zusammen sein, da er der erste Mann war, dem sie ohne Probleme ich liebe dich ins Ohr hauchen konnte, ohne, dass ihr davon schlecht wurde. Trotz seiner verschrobenen Art und seiner rauen Schale, fiel es ihr leicht ihn zu lieben, wie niemanden zuvor. Klar hätten böse Zunge behaupten können, dass sie noch ein Kind war. Welches Kind verstand schon was von Liebe? – und dennoch war sie sich sicher und traf eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern sollte. Sie wurde als stolze, starke und selbstbewusste Frau erzogen. Das bewies sie am Morgen des 04. Mai. 2009, als sie erhobenen Hauptes auf ihr Elternhaus zu marschierte. Zum einen, wollte sie ihren Bruder besuchen, dem es dank diversen Beziehungen die Ryan für sie hatte spielen lassen, viel besser ging. In erster Linie wollte sie aber ihrer Familie die frohe Botschaft verkünden und zeitgleich ihren Freund offenbaren. Das Haus sollte sie jedoch nicht erreichen. Akte Probandin S;Tag 001 – 20:12 Uhr Zustand der Patientin: weitergehend stabil. Befindet sich im zweiten Trimester, neunzehnte. Schwangerschaftswoche. Die Nebenwirkungen der Betäubung lassen nach. Fixierung kann noch nicht gelöst werden. Probandin wiederholt immer wieder, dass sie nicht versteht, was passiert und, dass sie schwanger ist. Leidet unter Stimmungsschwankungen. Weint, schreit, lacht. Persönliche Anmerkung: Die Schwangerschaft wirft das Experiment um Monate zurück. Doch habe ich mich gegen einen vorzeitigen Abbruch entschieden und beginne mit den experimentellen Nachforschungen stattdessen erst nach der Geburt. »Wenn du ein gutes Kind bist, passiert dir nichts.« »Deine Familie passt immer auf dich auf. « »Hier in Nevada ist doch der Hund begraben. Da passieren keine schrecklichen Dinge, wie man sie im Fernsehen sieht! « So gerne hätte die Schwangere an diese leeren Worte geglaubt, als sie sich in dem dunklen, fensterlosen Raum wiederfand. Ans Bett gekettet, wie ein Tier. Sie wusste nicht, wie sie dort hingekommen war und erst Recht nicht, warum. Sie wusste nicht, wer die Gestalt war, die im ledernen Metzgermantel und Schweinemaske in regelmäßigen Abständen in den Bunker trat, um sie entweder auf Toilette zu begleiten, oder ihr Essen und Wasser zu bringen. Von der ersten Sekunde an wusste sie nur eins – Ryan wird mich hier raus holen, aber damit das schneller geht, komme ich ihm entgegen! Akte Probandin S;Tag 036 – 08:46 Uhr Zum vierten Mal in dieser Woche versucht die Patientin zu fliehen. Um sie nicht zu gefährden, wird sie regelmäßig sediert. Akte Probandin S;Tag 052 – 12:29 Uhr Zustand der Probandin: stabil. Aufgrund von Komplikationen, musste das Kind mehr als drei Wochen zu früh auf die Welt geholt werden. Mutter und Kind geht es den Umständen entsprechend. Das Kind scheint stark zu sein und die Patientin blüht durch es ebenfalls auf. Beide werden sich an ihre Umgebung gewöhnen. - Akte Probandin S;Tag 087 – 14:03 Uhr Das Wohlbefinden der Probandin ist nach dem Eingriff gut, ihre Vitalwerte normal. Aufgrund der besonderen Umstände, wurden die Synthetics m12, b13 und A25 vorübergehend eingestellt. Trotzdem wirkt die Probandin in letzter Zeit zunehmend apathisch. Kontakt zu dem Kind, ist auf die Stillzeit begrenzt. Persönliche Note: ich werde das Gefühl nicht los, dass sie etwas plant. Sie geht zu gelassen mit der Situation um. Ganz anders, als die vorherigen Tage. Ich werde das Verhalten im Blick behalten. - Akte Probandin S. Tag 091 – 15:47 Uhr Verabreichte Medikamente: m12, m13, A25, r08 Heute hat die Probandin versucht zu fliehen. Dem Kind geht es gut, aber die Probandin erlitt bei der Flucht eine verheerende Kopfverletzung. Die Probandin musste ruhiggestellt und fixiert werden. Der Kontakt zum Kind wurde vorerst eingestellt. _ Probandin S, Tag 091 – 20:58 Uhr Die Probandin weist enorme Erinnerungslücken auf. Sie ist weder dazu imstande, ihren Namen zu nennen, noch ihr Geburtsjahr, geschweige denn zu erklären, was ein Fernseher ist. Das Kurzzeitgedächtnis ist intakt, jedoch erinnert sie sich an nichts vor ihrem Sturz. Untersuchungen zeigen, dass ihr Langzeitgedächtnis gelitten hat und sie selbst banale Aktivitäten wie das Essen mit Besteck erst wieder erlernen muss. Persönliche Note: obwohl ich zunächst glaubte, dass das Experiment an dieser Stelle gescheitert sei, sehe ich ein, dass etwas Besseres nicht passieren konnte. Es ist, als sei ihr Verstand zurückgesetzt worden. Mir ergeben sich hier vollkommen neue Möglichkeiten. Von dem Kind erfährt sie vorerst nichts. Exakt Dreitausendsechshundertachtundneunzig Tage ist es her, seit Skylar Brown von der Oberfläche verschwand. Und obwohl dieser Trucker sie unerwarteter Weise gefunden hatte, hieß das nicht, dass von dem Mädchen, das vor mehr als zehn Jahren verschwand, auch noch nur ein Bruchteil übrig war – ganz im Gegenteil.

- Lio wurde in eine wohlhabenden Familie hineingeboren { sein Vater ein bekannter, erfolgreicher Inhaber eines Aktienunternehmens ; die Mutter erfolgreiche Chirurgin im Stonecreek Surgery Center } - Er genoss eine strenge Erziehung. {Tischmanieren, Klavierunterricht usw.} - 4 Jahre nach Lionell kam ein jüngerer Bruder Nathaniel auf die Welt, 6 Jahre nach ihm seine jüngere Schwester Crystal. - Er war immer ein guter Schüler, schloss schnell Freundschaften, was aber sicherlich auch seiner guten Erziehung zu verdanken war. - Mit 14/15 Jahren begann er ordentlich zu rebellieren { Schlägereien, sein erstes Tattoo welches ihm ein Kumpel gestochen hat, Drogen, Partys usw. } - Nach mehreren Verwarnungen und Aufforderungen zur Besserung seines Verhaltens { von seinem Vater }, schmiss dieser seinen Sohn mit 18 Jahren aus dem Elternhaus - Was ihm im übrigen ganz Recht war, da er mit dem Lebensstil, wie sie es führten eh nichts anfangen konnte - Er begann als Escort zu arbeiten, womit er gutes Geld verdiente und sich eine eigene Wohnung leisten konnte. { in dieser Szene ging er hauptsächlich mit Frauen mittleren Alters aus, ob er sexuell mit ihnen verkehrte blieb dabei ihm überlassen .- gab jedoch besseres Geld } - Sein Leben war von Partys, Sex und Drogen geprägt zu dieser Zeit. Was andere hierbei über ihn dachten interessierte ihn nicht. - mit 24 Jahren lernte er eine Dame kennen, welche ihm komplett den Kopf verdrehte, welche er die Welt zu Füßen gelegt hatte, obwohl er davon nie was gehalten hatte - er nahm kein Geld mehr von ihr und traf sich außerhalb seiner Arbeit. { jedoch servierte diese ihn nach einiger Zeit ab, was ihm regelrecht das Herz brach. } - Er sparte sich immer mehr Geld an, wodurch er sich mit ca 28 Jahren einen leer stehenden Club kaufte, und aus diesem wieder einen Club machte und im hinteren Teil eine Art Stripclub. Er investierte viel Geld in Mitarbeiter, Tänzerinnen, Türsteher. Er ging aufs Ganze. Entweder er gewann damit, oder er verlor alles. Sein komplettes erspartes ging dafür drauf. - zu dem Zeitpunkt hörte er auch mit der Sache auf im Escort zu arbeiten. - Durch den Club erlaubte er sich, nebenbei Geld zu machen indem er dort Drogen verkaufte, unauffällig versteht sich. Jedoch unglaublich effektiv und leicht verdientes Geld. - Der Club wurde mit den Jahren in Vegas immer Publiker und auch er wurde bekannter, was für ihn natürlich nur von Vorteil war, finanziell gesehen.

Valerya Lynn wurde am 4. Mai.1992 auf die Welt gebracht. Anders als ihre Große Schwester hatte sie Blonde Haare. Allerdings kein Grund zu denken, dass ihre Mutter Fremdgegangen war.... Dadurch das in der Familie Väterlicher seits Blonde Haare auch vor kamen, war alles möglich. Doch hier soll es nicht um die Haare gehen sondern um das Leben der Blondine. Wann man wert drauf legte von Platin Löffeln zu essen dann war man in der Familie Masters doch sehr gut aufgehoben. Sie besaßen diese und dies war nur ein kleiner Hinweis darauf wie reich diese Familie war. Doch war dies ein wunder? Nein, denn ihr Vater hatte ein Imperium an Unternehmen und Firmen welche ihm und der gesamten Familie sehr viel Geld einspielte. Schon als Baby sollte Val eingetrichtert werden, das es wichtig war im Business voran zu kommen und das man sich da für nichts zu schade sein sollte. Notfalls man auch über Leichen gehen sollte, allerdings stellte Valerya ziemlich schnell für sich fest, dass dies gerne der Weg von ihrer Schwester und auch ihrem Vater sein konnte jedoch nicht von ihr. So kam es dass sie die "Unbeliebte" Tochter in der Familie war. Die Rebellin.... obwohl das wohl fast schon Ironie war. Ihr Vater fing an ihr das leben immer schwerer zu machen... Im Studium, ließ er sie zwar im Elternhaus wohnen, doch von Geld war nicht mehr die rede. So musste sie anfangen zu Jobben und tat dies in einem Club hinter einer Bar. Sicher verdiente sie damit nicht ihren Lebensunterhalt... doch es reichte um sich über Wasser zuhalten. Dazu bekam sie noch den halt von ihrer gelieben Schwester und auch von ihrem Besten Freund. Mit dem Abschluss des Studiums wollte sie eigentlich erst mit in die Elterliche Firma mit rein... doch als es hieß sie würde dann nur etwas in Europa bekommen und sie nicht vor hatte Las Vegas zu verlassen entschied sie sich dafür ihr leben selbst in die Hand zu nehmen und zog aus, zu Lio. Eine Zeit lang Jobbte sie noch in seinem Club eh sie anfing ihre Bestimmung für Mode zu entdecken. Tage und Nächte lang saß sie über ihrem Schreibtisch, führte Telefonate, sprach mit ein paar Leuten bis sie nach einer Zeit einen kleinen gemütlichen Laden fand, welcher zum Verkauf stand. Dies war der kleine und holprige Anfang der Karriere von Valerya. Die Blondine fing an sich ein Imperium mit ihrer eigenen Modelinie auf zu bauen. Zwar war bis jetzt der kleine Laden noch ihr einziger... doch auch sie hatte vor Größer zu werden. Das sie somit natürlich weiterhin auf der Abschussliste von ihrem Vater stand, war ihr bewusst und auch das eventuell ihre Eigene Familie sie zerstören konnte, war ihr genau so bewusst doch sie kämpfte für ihren Traum. Sie wollte somit auch ihrem Vater zeigen, dass sie ihn und die Firma nicht unbedingt brauchte um an Geld ran zu kommen....

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