Der SC Freiburg ist weiter gut in Schuss und hat keine Probleme, die Niederlagenserie von Fortuna Düsseldorf noch zu verlängern. Der SC Paderborn zeigt sich durchaus verwundbar in Lübeck.
Zweites Pflichtspiel, zweiter Sieg: Freiburg qualifizierte sich durch ein 5:1 (1:0) bei Fortuna Düsseldorf für die zweite Runde im DFB-Pokal.
In der Neuauflage des Zweitrundenspiels aus dem Vorjahr erzielten Lucas Höler (18.), Joker Igor Matanovic (71., 90.+4), Lukas Kübler (74.) und Jordy Makengo (80.) die Treffer für die überlegenen Gäste, die in der vergangenen Saison bis ins Halbfinale vorgestoßen waren. Die Fortuna, für die Fabian Schleusener traf (76.), verlor nach dem Abstieg in die 3. Liga auch ihr drittes Spiel in der laufenden Spielzeit.
Freiburg hatte am Donnerstag bereits seinen ersten Härtetest bestanden: Im Qualifikations-Hinspiel für die Conference League gewannen die Breisgauer 3:1, das Rückspiel findet am kommenden Donnerstag statt.
In Düsseldorf hatte Trainer Julian Schuster fünf Änderungen in seiner Startelf vorgenommen - Höler, der in Schottland wegen der anstehenden Geburt seines zweiten Kinder fehlte, war eine davon.
Die erste Chance des Spiels besaß Matthias Ginter, gegen Motherwell zweifacher Torschütze: Dessen Kopfball konnte Torhüter Louis Lord bei seinem Debüt für die Fortuna gerade noch über die Latte lenken (11.). Beim Treffer von Höler, der eine Hereingabe von Patrick Osterhage ins Tor lenkte, war der Schlussmann, zur neuen Saison von Erzgebirge Aue gekommen, dagegen machtlos.
Freiburg erarbeitete sich mit zunehmender Spieldauer immer mehr gute Chancen, traf nach der Führung aber zunächst das Tor nicht. Yuito Suzuki, Osterhage, Höler und Vincenzo Grifo scheiterten am guten Lord, Grifo verzog zudem aus bester Position. Die Fortuna hielt lange gut mit, war offensiv aber viel zu harmlos. Schleusener traf erst, als die Freiburger mit einem energischen Zwischenspurt bereits alles klar gemacht hatten. Das Zweitrundenspiel im Vorjahr hatte der damalige Zweitligist 1:3 verloren.
Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn startet mit einem Erfolgserlebnis in die Saison. Beim Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal gewannen die Ostwestfalen 4:2 (2:1) beim Regionalligisten 1. FC Phönix Lübeck, offenbarten in Hinblick auf den Ligastart beim FSV Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr/Sky) aber auch Verbesserungspotenzial in der Defensive.
Für den Favoriten trafen Jano ter Horst (22.), Santiago Castaneda (41.), Stefano Marino (61.) und Gabriel Vidovic (71.). Der Viertligist belohnte sich mit den Toren von Moritz Kretzer (43.) und Miguel Fernandes (75.) für seine engagierte Leistung.
Die Favoritenrolle, die Paderborn in dieser Saison nur noch äußerst selten haben dürfte, sei "egal", hatte Coach Ralf Kettemann vor dem Auftakt gesagt: "Wir müssen einfach liefern, denn wir wissen, dass Lübeck gefährlich sein kann."
In Lübeck zeigte sein Team vorne eine anständige Leistung. Hinten begünstigten Fehler die Treffer von Lübeck. Vor dem zwischenzeitlichen 1:2 klärte Verteidiger Tjark Scheller den Ball in die Mitte. Vor dem 2:4 patzte Pokaltorwart Markus Schubert.